Manuel Cornelius: „JetH (Boolean Agar)“, 2021.Foto: feinkunst e.V.Hannover. Kunst zwischen Anziehung und Irritation: Die Ausstellung „Things with Feelings“ ist vom 31. Januar bis 22. März bei Feinkunst e.V. zu sehen. Präsentiert werden zwei künstlerische Positionen, die das Unbehagen im Vertrauten sichtbar machen und mit instabilen Körpern sowie widersprüchlichen Oberflächen arbeiten.Lea Gocht zeigt hybride Stoffwesen, die einen weiblich gelesenen Körper mit katzenähnlichen Elementen verbinden. Mit breitem Grinsen und starren Augen richten sich die Figuren direkt an den Betrachter. Ihre Arbeiten kreisen um die Krisen der Gegenwart und deren Auswirkungen auf das Individuum. Manuel Cornelius überträgt digitale Produktlogiken in Skulpturen aus Agar-Gelee. Die Objekte wirken zunächst makellos und technoid, offenbaren jedoch schnell ihre organische Fragilität und ihre Neigung zum Zerfall. Während Gochts Arbeiten nach innen verweisen, lenken Cornelius’ Skulpturen den Blick auf Transformation und Vergänglichkeit. Gemeinsam entsteht ein spannungsreiches Geflecht, das zwischen Anziehung und Unbehagen changiert und Fragen nach Körperlichkeit, Materialität und Transformation aufwirft. Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags jeweils von 14 bis 18 Uhr in den Räumen von Feinkunst e.V., Roscherstraße 5 in Hannover, geöffnet. Der Eintritt ist frei. RED