„Wir übernehmen alle Mietverträge, die mit dem Grundstück verbunden sind“, sagt Karsten Klaus, Geschäftsführer der Hanova im Gespräch mit dieser Redaktion. Die Macher des Musikzentrums bekommen einen Erbpachtvertrag mit einer Laufzeit von 40 Jahren. Die Geschäftsführerin des Musikzentrums, Sabine Busmann, spricht von „einem historischen Tag“. „Wir sind wirklich gerettet. Wir haben eine sichere Zukunft für die nächsten 40 Jahre“, sagt sie. Zugleich gebe es viele neue Aufgaben, die auf sie warteten, etwa die Verwaltung von insgesamt neun Gebäuden auf dem Areal. „Dem werden wir uns gerne stellen“, sagt Busmann.
Hanova-Geschäftsführer Klaus signalisiert zudem, dass er das Gewerbegebiet rund ums Musikzentrum entwickeln wolle. „Wir werden uns dabei am bestehenden Masterplan orientieren“, kündigt der Hanova-Chef an. Die Stadt hatte zusammen mit Architekturbüros einen Entwurf vorgelegt, wie die Industriebrache zwischen Vahrenwald und Nordstadt aussehen könnte. Dieser Entwurf stieß auf viel Zustimmung bei Bürgerinnen und Bürgern sowie in der Politik.
Das neue Quartier erstreckt sich von der Straße Auf dem Dorn im Norden bis zur Kopernikusstraße im Süden entlang der Bahngleise. Ein Platz unweit des Musikzentrums soll als Treffpunkt für die Gewerbetreibenden im Quartier dienen. Zwischen den alten Industriebauten haben die Planer eine „Werkgasse“ vorgesehen. Produzierendes Gewerbe, Ateliers und Werkstätten sollen sich dort ansiedeln. „Ich kann mir vorstellen, dass sich auf dem Grundstück eine junge, kreative Szene bildet“, sagt Klaus.
Zudem sollen nahe der Bahngleise Sportmöglichkeiten entstehen, etwa eine Mountainbike-Strecke, ein Basketballfeld und Gerüste für Kraftübungen. Damit würde man direkt an die Skateboardstätte „Gleis D“ in der Hüttenstraße anschließen.