Der Bau beginnt frühestens Ende 2028 und betrifft die Haltestellen Am Küchengarten, Leinaustraße und Harenberger Straße. Während der Arbeiten müssen die Fußgängerzone Limmerstraße und die Harenberger Straße für den Verkehr gesperrt werden. Weder Stadtbahnen noch Busse können diese Straßen dann befahren. Eine einzelne Ersatzbuslinie für den gesperrten Abschnitt ist nicht geplant. Die Region kombiniert stattdessen verkürzte Stadtbahnverbindungen mit vorhandenen, zum Teil verstärkten Busangeboten und einer neuen Buslinie.
Für die Stadtbahnlinien 10 und 12 entsteht ein temporärer Endpunkt in der Fössestraße. Beide Linien bleiben bis Am Küchengarten in Betrieb. Die Linie 10 fährt zwischen Hauptbahnhof/ZOB und diesem Endpunkt in der Hauptverkehrszeit alle zehn Minuten. Die Linie 12 verkehrt im Nachtsternverkehr zwischen Hauptbahnhof und Am Küchengarten stündlich.
Unverändert bleibt die Strecke der Linie 17. Sie fährt weiterhin zwischen Hauptbahnhof/ZOB, Goetheplatz und Wallensteinstraße. Die Bauarbeiten verändern somit die Verbindungen der Linien 10 und 12, nicht aber den gewohnten Abschnitt der Linie 17.
Die für die Bauzeit neu eingerichtete Linie 110 fährt im Zehn-Minuten-Takt zwischen Glocksee und Ahlem. Sie übernimmt außerdem mit zusätzlichen Sonderfahrten vor Schulbeginn und nach Schulschluss die Beförderung von Schülerinnen und Schülern aus Ahlem zum Gymnasium Limmer.
Die Linie 170 verbindet Hauptbahnhof/ZOB und Wasserstadt Limmer über den Kötnerholzweg. Ihr Angebot wird auf einen Zehn-Minuten-Takt verdichtet. Gemeinsam bieten die Linien 110 und 170 entlang des Korridors Linden-Limmer nach dem Konzept etwa alle fünf Minuten eine Fahrtmöglichkeit.
Zusätzlich steht die bestehende Verbindung der Linie 700 zur Verfügung. Auch diese Busse fahren vom Hauptbahnhof/ZOB über den Kötnerholzweg; ihre Endpunkte sind Seelze, Lohnde und Dedensen. Die Linie verkehrt alle zehn Minuten, in der Hauptverkehrszeit sogar achtmal pro Stunde. Mit der Verteilung auf mehrere Linien will die Region den Ersatzverkehr organisieren und zugleich möglichst viel vom Stadtbahnangebot erhalten.
Die Bushaltestellen liegen während der Baustelle nicht überall unmittelbar an den bisherigen Stadtbahnhaltestellen. Weil die Limmerstraße und die Harenberger Straße als Fahrwege ausfallen, sind Ersatzhaltestellen an anderen, nahegelegenen Standorten vorgesehen. Am Küchengarten halten die Linien 110, 170 und 700 nach der Planung in der Fössestraße.
Dort lässt sich zwischen Bus und Stadtbahn wechseln, aber nicht barrierefrei. Für die Linie 110 liegt die nächstgelegene barrierefreie Umsteigemöglichkeit an der Glocksee. Diese Haltestelle ist zugleich der Endpunkt der neuen Busverbindung.
Weitere Ersatzhaltestellen sind unter anderem am Kötnerholzweg, an der Fröbelstraße, am Freizeitheim Linden, an der Harenberger Straße und an der Gedenkstätte Ahlem geplant. Am Stadtbahnendpunkt Ahlem sollen die Ersatzbusse in der Heisterbergallee halten.
Die Region begründet den Bau der Hochbahnsteige mit einer langfristigen Verbesserung des Nahverkehrs. Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz erklärt: „Wir bauen nicht für heute, sondern für die nächsten 30 Jahre. Davon profitieren Rollstuhlfahrer*innen, Eltern mit Kinderwagen oder Menschen mit Gehhilfen. Das ist Teilhabe am ÖPNV, für den wir in der Region Hannover stehen und der uns wichtig ist.“
Für Fahrgäste bleibt während der vorübergehenden Neuorganisation der reguläre ÜSTRA-Tarif maßgeblich. Ein zusätzliches Ticket für die Fahrten während der Bauzeit ist nicht erforderlich.