Johanniter sind in die Kältehilfe-Saison gestartet
Mit einem engagierten Team und viel Erfahrung geht es wieder los

Kältehilfe in Hannover.Foto: Johanniter
Hannover. Die Johanniter in Hannover sind im November mit ihrer Kältehilfe in die Wintersaison gestartet. Das Team aus ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern wird wieder mit frisch gekochtem Essen, Heißgetränken, Hygieneartikeln sowie Isomatten und Schlafsäcken verlässlich dreimal pro Woche ausrücken und zwei Standorte in der hannoverschen Innenstadt ansteuern. Jeweils montags, mittwochs und freitags hält der Kältehilfebus um kurz nach 18 Uhr erst an der Nikolaikapelle am Steintor und eine Stunde später am Kröpcke. Rund 7500 Essensportionen und 1500 Liter Tee oder Kakao werden den Winter über ausgegeben.

Seit fast zwanzig Jahren beginnt jeder Einsatz für das Team aus der Verpflegungsgruppe schon nachmittags in der großen Küche des Johanniter-Ortsverbandes Hannover-Wasserturm am Kabelkamp im Norden der Stadt. Gehaltvolle und herzhafte Gerichte wie Wursttopf, Gyrospfanne oder Nudelgerichte stehen auf dem Speiseplan. Das bei den Nutzenden den Kältehilfebusses gut bekanntes Highlight ist kurz vor Weihnachten der Tag, an dem es Grünkohl gibt. Manche der rund 50 Ehrenamtlichen bevorzugen die Arbeit in der Küche, andere fahren lieber zu den sozial Bedürftigen raus auf die Straße. Für ihre Einsätze werden die Johanniter im Vorfeld speziell geschult. Alle haben eine Ausbildung zu Sanitätshelfenden absolviert und eine Hygieneschulung durchlaufen.

Manchmal kann das Team die Not in den kalten Nächten lindern, weil Isomatten oder Schlafsäcke zum Verschenken mit an Bord sind. Noch viel wichtiger ist aber die geschenkte Anteilnahme und die Bereitschaft für einen kurzen Schnack. Viele Menschen nutzen ihren Besuch am Kältehilfebus für ein Gespräch mit dem Team oder mit den anderen Kund*innen. Die Ehrenamtlichen kennen einige von ihnen und freuen sich sehr, wenn sie in diesen Tagen den ein oder anderen Stammbesucher wiedersehen. Es gibt auch Leute, die vorbeikommen, obwohl sie eine feste Unterkunft haben – entweder weil sie nicht genug Geld besitzen oder weil sie den sozialen Kontakt suchen.

Die Ehrenamtlichen engagieren sich in ihrer Freizeit. Ihre Zeit und Kraft geben sie umsonst, den Einkauf der notwendigen Lebensmittel finanziert die Stadt Hannover. Für zusätzlich anfallende Kosten wie den Betrieb des Busses und der Küche, Besteck, Teller und Becher, die Ausstattung der Helferinnen und Helfer sowie Verbandsmaterial freuen die Johanniter sich über finanzielle Unterstützung.

Das Spendenkonto für den Kältehilfebus der Johanniter in Hannover: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Bank für Sozialwirtschaft, Verwendungszweck: Kältehilfebus Hannover, IBAN DE78 3702 0500 0004 3123 18, BIC BFSWDE33XXX. Sachspenden wie Kleidung oder Bettdecken können von den Johannitern nicht angenommen werden. Aber wer sich beim Kältehilfebus oder in der Versorgungsgruppe engagieren möchte, kann sich per Mail unter einsatz.hannover@johanniter.de melden.

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