Die Luchse erwischten einen guten Start und setzten die Gäste früh unter Druck. Besonders aus der Distanz zeigten sich die Hannoveranerinnen treffsicher. Mit einem 28:20-Vorsprung beendeten sie das erste Viertel. Auch im zweiten Spielabschnitt behielten die Gastgeberinnen zunächst die Oberhand. Nördlingen fand zwar zunehmend besser in die Partie, konnte den Rückstand aber nicht verkürzen. Bis zur Halbzeit hatten die Luchse neun ihrer 13 Dreipunktewürfe verwandelt. Mit einer 51:41-Führung ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Die Gäste erhöhten den Druck und zwangen Hannover häufiger zu Fehlern. Ballverluste und Unsicherheiten im Spielaufbau brachten Nördlingen zurück ins Spiel. Die Luchse konnten nicht mehr an ihre offensive Leistung aus der ersten Halbzeit anknüpfen. Ihr Vorsprung schmolz bis zum Ende des dritten Viertels auf vier Punkte zusammen. Mit 65:61 ging Hannover in den Schlussabschnitt.
Dort entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Nördlingen nutzte weitere Fehler der Gastgeberinnen und arbeitete sich Punkt für Punkt heran. Den Luchsen gelang es nicht, sich noch einmal entscheidend abzusetzen. Nach der regulären Spielzeit stand es 83:83, sodass die Entscheidung in der fünfminütigen Verlängerung fallen musste. Auch dort blieb die Begegnung eng. Letztlich hatten die Gäste das bessere Ende für sich und entschieden die zusätzlichen fünf Minuten mit 11:9.
Beste Werferinnen der Luchse waren Nora Francois, Lia Kentzler und Alyssa Brown mit jeweils 16 Punkten. Meret Kleine-Beek steuerte 14 Zähler bei, Prencis Harden kam auf 13 Punkte. Insgesamt traf Hannover zwölfmal von der Dreipunktlinie und erreichte dabei eine starke Quote von 60 Prozent. Dem standen allerdings 28 Ballverluste gegenüber.
Damit kassierten die Luchse bereits ihre zweite knappe Niederlage zum Saisonauftakt. Trotz der starken ersten Halbzeit und der guten Wurfquote blieb die Mannschaft erneut ohne Sieg.