Im Mittelpunkt stehen Einblicke in Forschungsprojekte der Universität. Dabei soll es nicht allein um fertige Ergebnisse gehen. Anhand verschiedener Exponate werden Fragen aufgegriffen, mit denen sich Wissenschaftler beschäftigen. Einen Schwerpunkt bildet zur Eröffnung die Zukunft der Städte. Ein sechs Meter langes Stadtmodell zeigt Forschungsprojekte, die sich unter anderem mit den Folgen des Klimawandels und den Veränderungen in Innenstädten befassen. Themen sind beispielsweise der Umgang mit Starkregen, Dürre und Hitze sowie die Frage, unter welchen Bedingungen Menschen und Tiere in Städten gesund leben können.
Die Ausstellung in LEIBNIZ.MITTE soll sich regelmäßig verändern. Einige Exponate bleiben jedoch dauerhaft zu sehen. Dazu gehört das Forschungsfahrzeug PANDA des Instituts für Mikroelektronische Systeme. Es dient Wissenschaftlern dazu, Fahrassistenzsysteme der nächsten Generation zu entwickeln. Das Fahrzeug gibt damit einen Einblick in einen Forschungsbereich, der sich mit der technischen Unterstützung beim Autofahren beschäftigt.
Ein weiteres dauerhaftes Exponat widmet sich dem Einstein-Elevator der Leibniz Universität. Ein Modell erläutert die Arbeitsweise des wissenschaftlichen Großgeräts, das am Hannover Institute of Technology in der Nordstadt betrieben wird. Bei dem Einstein-Elevator handelt es sich um einen rund 40 Meter hohen Fallturm. Anders als bei einem klassischen Fallturm wird eine Gondel mithilfe eines Linearantriebs zunächst beschleunigt. Sie erreicht eine Geschwindigkeit von 20 Metern pro Sekunde, entsprechend 72 Kilometern pro Stunde.
Anschließend bewegt sich die Gondel auf einer vertikalen Parabel 20 Meter nach oben und wieder nach unten. Während dieses Vorgangs herrschen für das mitgeführte Experiment etwa vier Sekunden lang Bedingungen der Schwerelosigkeit. Der Einstein-Elevator wird für Untersuchungen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen eingesetzt. Dazu zählen Physik, Materialwissenschaften, Produktionstechnik, Biotechnik, Biologie und Medizin. Auch Quantensensoren für Anwendungen im Weltraum und Fertigungsverfahren unter Weltraumbedingungen gehören zu den Forschungsthemen.
Einen anderen Blick auf die Universität ermöglicht eine Miniatur des Welfenschlosses. Das detailreiche Modell des LUH-Hauptgebäudes besteht aus Hunderten Bausteinen und bildet unter anderem die Türme und Fassaden des historischen Gebäudes nach. Auch der Lichthof ist in der Miniatur dargestellt und lässt sich durch einen eingesetzten Spiegel betrachten.
Das Welfenschloss war ursprünglich als Wohnsitz für das Königreich Hannover vorgesehen, wurde dafür jedoch nie genutzt. Seit 1879 dient es als Hauptgebäude der Universität. Heute befinden sich dort unter anderem Hörsäle und Seminarräume, die zentrale Studienberatung, studentische Arbeitsbereiche sowie die Universitätsleitung und Teile der Verwaltung. Die Universität zählt aktuell rund 25.000 Studierende und mehr als 5.000 Beschäftigte. Im Studienjahr 2026 umfasst ihr Angebot 82 Studiengänge.
Zur Eröffnung gibt es am Sonnabend noch ein zusätzliches Angebot: Von 12 bis 16 Uhr öffnet in LEIBNIZ.MITTE ein City-Merchandising-Shop. Angeboten werden dort Artikel aus dem Leibniz-Shop der Universität, darunter T-Shirts und Hoodies.
Wie unterschiedlich die Themen ausfallen können, die künftig in dem Innenstadt-Raum vorgestellt werden, zeigt das Fächerspektrum der Universität. Es umfasst Ingenieur- und Naturwissenschaften ebenso wie Architektur und Umweltplanung, Rechtswissenschaften, Sozialwissenschaften, Wirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre sowie die Geisteswissenschaften. Hinzu kommen Ausbildungsangebote in verschiedenen Berufsfeldern, die von der Tischlerei und Verwaltung bis zur Feinmechanik reichen. Wechselnde Exponate und Veranstaltungen sollen diese wissenschaftliche und fachliche Bandbreite in LEIBNIZ.MITTE sichtbar machen.
Zur Eröffnung gibt es am Sonnabend noch ein zusätzliches Angebot: Von 12 bis 16 Uhr öffnet in LEIBNIZ.MITTE ein City-Merchandising-Shop. Angeboten werden dort Artikel aus dem Leibniz-Shop der Universität, darunter T-Shirts und Hoodies.
Mit dem neuen Standort verfügt die Universität über eine Ladenfläche außerhalb ihres eigentlichen Campus, auf der sie Forschung und Wissenschaftskommunikation in der Innenstadt präsentieren kann. Hinter dem Projekt steht das Leibniz Science Communication LAB. Unter dessen Dach entwickelt und realisiert das Referat für Kommunikation und Marketing der Universität Formate zur Vermittlung wissenschaftlicher Themen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.