Die gesammelten Daten gehen in eine wissenschaftliche Studie des Leibniz Instituts für Zoo- und Wildtierforschung ein. Sie sollen Aufschluss über die Entwicklung der Bestände geben und als Grundlage für Schutzmaßnahmen dienen.
Der NABU Niedersachsen verbindet die Meldeaktion mit der Forderung nach einem landesweiten Nachtfahrverbot für Mähroboter. Igel suchen vor allem in der Dämmerung und nachts nach Nahrung. Bei Gefahr fliehen sie häufig nicht, sondern rollen sich ein. Dadurch können sie von den Messern der Geräte schwer verletzt oder getötet werden.
Eine Petition für ein Nachtfahrverbot hatte breite Unterstützung erhalten. Nach Angaben des NABU gibt es in Niedersachsen bislang jedoch kein flächendeckendes Verbot, sondern lediglich örtliche Regelungen. „Es kann nicht davon abhängen, in welcher Kommune ein Igel unterwegs ist, ob er nachts vor Mährobotern geschützt wird“, sagt NABU-Pressesprecher Lamin Neffati.
Zum Schutz der Tiere empfiehlt der Verband außerdem naturnahe Gärten. Laub unter Gehölzen, heimische Sträucher und Reisighaufen bieten Rückzugsmöglichkeiten. Durchgänge zwischen benachbarten Gärten erleichtern den Tieren die Nahrungssuche. Auf den nächtlichen Betrieb von Mährobotern sollte auch ohne gesetzliche Vorgabe verzichtet werden.