In dem Gebäude soll künftig auch das CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit gemeinsam mit der Leibniz Universität forschen. Vorgesehen sind auf mehr als 4000 Quadratmetern Arbeits- und Begegnungsbereiche, digitale Lern- und Experimentierlabore sowie Flächen für interdisziplinäre Projekte und Unternehmensgründungen. Hinzu kommen Hörsäle, Seminarräume sowie Lern- und Forschungslabore. Dort sollen unter anderem neue digitale Bildungsformate entwickelt, erprobt und wissenschaftlich begleitet werden.
Die Baukosten sind mit rund 27,2 Millionen Euro veranschlagt. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat davon etwa 21 Millionen Euro bewilligt. Den verbleibenden Betrag finanziert die Universität aus eigenen Mitteln. Die Übergabe des Neubaus an die künftigen Nutzer ist für das vierte Quartal 2028 geplant.
Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs sagte: „KI ist die Schlüsseltechnologie unserer Zeit: Sie revolutioniert Forschung und Wirtschaft, eröffnet enorme Chancen und stellt uns zugleich vor neue Herausforderungen für Sicherheit und Gesellschaft. Mit dem Digital Innovation Campus schaffen wir in Hannover einen Leuchtturm, an dem exzellente KI- und Cybersicherheitsforschung, Technologietransfer und Unternehmensgründungen zusammenkommen. Unsere Investition als Land schafft die Voraussetzungen dafür, dass Innovation, Sicherheit, digitale Souveränität und wirtschaftliche Wertschöpfung Hand in Hand gehen.“
Nach Angaben der Universität soll der Campus als offener Innovationsort die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft, Start-ups und öffentlichen Einrichtungen ermöglichen. Forschung und Transfer sollen insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Produktion, Mobilität und Bildung gestärkt werden.
LUH-Präsident Professor Volker Epping sagte: „Der Digital Innovation Campus bildet künftig einen sichtbaren Knotenpunkt für digitale Zukunftsthemen in Niedersachsen“, und betonte: „Der Campus wird Forschung und Transfer insbesondere in den Anwendungsfeldern Gesundheit, Produktion, Mobilität und Bildung stärken. Als offener Innovationsort schafft er Raum für Kooperationen zwischen Universität, Wirtschaft, Start-ups und öffentlichen Einrichtungen. Damit leistet der Neubau einen wichtigen Beitrag zur Fachkräfteentwicklung, zur Förderung digitaler Kompetenzen und zur Zukunftsfähigkeit des Innovationsstandorts Niedersachsen.“
Im Gebäude sollen Professuren und Forschungsgruppen aus den Bereichen Maschinelles Lernen, Künstliche Intelligenz, Datenbanken, Informationssysteme und Digitale Bildung eng zusammenarbeiten. Geplant ist zudem die Kooperation mit Unternehmen und Start-ups, um wissenschaftliche Erkenntnisse in praktische Anwendungen zu überführen. Dafür soll der Neubau neben klassischen Forschungs- und Lehrflächen auch Räume für gemeinsame Projekte und Ausgründungen bieten.
Architektonisch ist der Campus als transparentes und offenes Gebäude vorgesehen. Damit soll nach Vorstellung der Universität auch räumlich sichtbar werden, dass Forschung, wirtschaftliche Anwendung und gesellschaftlicher Austausch miteinander verbunden werden.