Das Babykörbchen wird häufig auch Babyklappe genannt. Es richtet sich an Menschen, die keinen anderen Ausweg sehen und ein neugeborenes Kind anonym in sichere Obhut geben müssen oder möchten. Die unmittelbare medizinische Versorgung des Kindes ist sichergestellt. Anschließend werden die notwendigen weiteren Schritte gemeinsam mit den zuständigen Stellen eingeleitet.
Am neuen Standort sind Geburtshilfe, Neonatologie und die medizinische Versorgung von Mutter und Kind eng miteinander verbunden. Diakovere unterstützt das Angebot weiterhin, Notruf Mirjam betreibt es.
Der Wechsel erfolgt nicht abrupt. Das bisherige Babykörbchen am Friederikenstift bleibt noch bis Ende September parallel geöffnet. So soll das Angebot während der Übergangszeit ohne Unterbrechung erreichbar bleiben.
Pastor Peer Detlev Schladebusch, Geschäftsführer der Inneren Mission, betont, dass das Babykörbchen nur für eine absolute Ausnahmesituation gedacht sei. „Das Babykörbchen ist kein Ersatz für Beratung, Begleitung oder eine vertrauliche Geburt. Es ist ein letzter Rettungsanker, wenn jemand in größter Not keinen anderen Weg mehr sieht“, sagt er.
Notruf Mirjam verweist zugleich auf sein Beratungsangebot für Schwangere, junge Mütter und Familien in schwierigen Lebenslagen. Hilfe gibt es unter anderem bei Angst, wenn eine Schwangerschaft geheim gehalten werden muss oder nach der Geburt Überforderung besteht. Die Beratung ist anonym und kostenlos.
„Mit Henrike ist die Geburtshilfe von Diakovere an einen neuen Standort gezogen. Deshalb gehört auch dieses Schutzangebot an den neuen Ort“, sagt Professor Dr. Thomas Moesta, Medizinischer Geschäftsführer von Diakovere. „Am Gesundheitscampus Bult sind die Wege kurz, die Fachleute nah und die Versorgung von Neugeborenen rund um die Uhr gesichert.“