H/21 – das soll nicht einfach der bewährte ADAC-Marathon auf halber Strecke sein. Dafür ist zu vieles neu. Stefanie Eichel will eine Lücke im Laufkalender schließen und für den kühlen Herbst und Winter motivieren: „Das soll der Startschuss für etwas Großes sein. Man trifft sich wieder, um zu laufen, auch wenn es kalt und ungemütlich ist.“
Um Höchstleistungen geht es nicht, wenngleich die flache Strecke dazu einlädt. Start ist an der Glocksee bei der Enercity-Filiale, das Ziel am Opernplatz. Die Strecke führt über das neue Rathaus zum Aegidientorplatz, dem zentralen Punkt von H/21. Von dort geht es auf drei Äste: Hildesheimer Straße, Marienstraße und Friedrichswall. Dort sind jeweils die Wendepunkte – die Läufer kommen sich also entgegen.
„Am Aegi wird besonders viel los sein, das wird spektakulär“, sagt Jan Raphael, der für den sportlichen Ablauf zuständig ist. Zwei Runden sind zu laufen – H/21 lässt sich jedoch halbieren. Die Teilnahme ist im Zweierteam möglich – mit Wechsel am Wendepunkt auf halber Strecke bei den Nanas am Leibnizufer. H/21 for two heißt diese Variante.
Ursprünglich sollte die Strecke in den Westen der Stadt führen, da wären allerdings einige Straßenbahnlinien zu queren gewesen. In den Verkehr soll H/21 nicht zu sehr eingreifen. Innerhalb von drei Stunden ist alles vorbei, Zielschluss ist um 20 Uhr. Bei einer sehr wahrscheinlichen zweiten Auflage im Herbst nächsten Jahres könnte es eine neue Strecke geben.
Eine prominente Starterin hat H/21 mit Fabienne Königstein von Hannover 96 gewonnen. Die soll aber nicht siegen, sondern eine Mitläuferin im besten Sinne sein. Der Marathonstar soll die Teilnehmer begleiten, anfeuern und unterstützen, die sich eine Zielzeit von unter zwei Stunden vorgenommen haben. „Profisport ist oft einsam, das ist mal etwas anderes“, sagt die 33-Jährige. Auf der Strecke wird viel geboten, es gibt unter anderem sechs DJs und zwei Livebands. Wo sich die Läufer entgegenkommen, beispielsweise auf der Marienstraße, wird es in der Straßenmitte Aktionen geben. Zudem soll H/21 Stellen ausleuchten, die sonst im Dunklen bleiben. Dafür sind extra Illuminationen geplant. „Wir wollen es schön und spektakulär machen – aber auch hochwertig, wie man es vom Marathon von uns kennt“, betont Carsten Krebs von Eichels.
Krebs hat eine neue kostenlose Lauf-App initiiert, die bereits gestartet ist: Run City. Mit ihr lassen sich Routen, Laufgruppen und Events finden. „Niederschwellig, einfach und barrierefrei“, sagt Krebs. Diese App soll sogar für mehr Sicherheit und ein besseres Gefühl sorgen. Der Nutzer kann sehen, ob mehrere Läufer auf der von ihm ausgewählten Route unterwegs sind. „Natürlich völlig anonym“, betont Krebs.
Weitere Informationen (und die Möglichkeit zur Anmeldung, aktuell kostet die Teilnahme