Denken und Freiheit

Hannover. Unter dem Motto „stop and think“ stehen die Hannah Arendt Tage 2026 in Hannover. Vom 22. bis 26. September widmet sich die Veranstaltungsreihe dem Denken der in Hannover geborenen politischen Theoretikerin, die in diesem Jahr 120 Jahre alt geworden wäre. Zugleich erinnert das Programm an das vor 75 Jahren erschienene Hauptwerk „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“.

Eröffnet werden die Hannah Arendt Tage am Dienstag, 22. September, ab 18 Uhr in der Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule, Burgstraße 14. Roger Berkowitz spricht über die Kraft der Freundschaft in einer zerbrochenen Welt. Zum Programm gehören außerdem ein Grußwort von Oberbürgermeister Belit Onay, ein Poetry Slam und eine Podiumsdiskussion. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Ebenfalls ab Dienstag zeigt die Volkshochschule die Ausstellung „Out of Exile: The Photography of Fred Stein“. Arendt und Stein begegneten sich im Pariser Exil; beide mussten vor den Nationalsozialisten fliehen. Die Ausstellung über den Kleinbildkamera-Pionier und Dokumentar der deutschsprachigen Emigration ist bis zum 30. September werktags von 8 bis 20 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Um künstliche Intelligenz und ihre Folgen für menschliches Denken geht es am Mittwoch, 23. September, ab 18 Uhr bei Heise, Karl-Wiechert-Allee 10. Judith Simon, Marius Lindauer und Volker Zota diskutieren dort über Wissen, Urteilsfähigkeit und die Frage, was geschieht, wenn Denkprozesse an Technik ausgelagert werden. Der Eintritt ist frei.

Am Donnerstag, 24. September, von 14 bis 16 Uhr beschäftigt sich Diana Häs in einem interaktiven Vortrag an der Leibniz Universität, Hörsaal Kesselhaus, Schloßwender Straße 5, mit 75 Jahren „The Origins of Totalitarianism“. Anmeldungen sind unter info@ghs.uni-hannover.de möglich. Ab 18 Uhr folgt in der Villa Seligmann, Hohenzollernstraße 39, ein Salongespräch mit Grit Straßenberger und Ulrich Kühn über Arendts Leben, Werk und ihre Gegenwärtigkeit. Der Eintritt ist frei, erforderlich ist eine Anmeldung unter anmeldung@villa-seligmann.de.

Einen künstlerischen Zugang eröffnet das Programm am Freitag, 25. September, in der Cumberlandschen Galerie und Bühne, Prinzenstraße 9. Um 17, 17.45 und 18.30 Uhr führen Ensemblemitglieder durch Ken Krimsteins Graphic Novel „Die drei Leben der Hannah Arendt“.

Um 19.30 Uhr schließt sich das Gespräch „How to draw a soul?“ mit Eva Jandl-Jörg und Theresa Thomasberger an. Das Kombiticket kostet 10 Euro, ermäßigt 5 Euro, das Podiumsgespräch allein 5,50 Euro. Karten gibt es online beim Staatstheater sowie an der Tageskasse im Schauspielhaus.

Den Abschluss bildet am Sonnabend, 26. September, von 11 bis 13 Uhr im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, die Diskussion „Autoritäre Freiheit?“. Ines Geipel, Ronen Steinke, Uwe Volkmann und Belit Onay befassen sich mit der Anziehungskraft autoritärer Vorstellungen in demokratischen Gesellschaften. Der Eintritt ist frei. HR
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