25 weitere moderne Stadtbahnen für Üstra
Region Hannover investiert knapp 63 Millionen Euro in die nächste Tranche des neuen Modells TW 4000

Hallo Hannover: Die Stadtbahn vom Typ TW 4000, die ab Herbst 2026 nach und nach ans Schienennetz geht. Montage: caf/Üstra
Hannover. Die Region Hannover rüstet die Üstra-Stadtbahnflotte weiter um. Die Politik hat jetzt eine zweite Tranche mit 25 neuen Fahrzeugen des Typs TW 4000 genehmigt. Diese Bahnen werden ab 2029 auf Hannovers Stadtbahnnetz unterwegs sein. Die Region als Trägerin des Nahverkehrs ersetzt damit nach und nach die in die Jahre gekommenen Baureihen TW 2000 und TW 2500 („Silberpfeile“), die ab 2027 schrittweise vom Netz gehen sollen.

Um die Flotte zu modernisieren, hatte die Regionspolitik schon vor sechs Jahren den Ankauf von insgesamt 75 Stadtbahnfahrzeugen vom neuen Typ TW 4000 beschlossen. Aufgeteilt sind die 75 Fahrzeuge in mehrere sogenannte Lose. Aktuell geht es um Los 2 mit 25 Fahrzeugen, die Kosten dafür liegen bei knapp 63 Millionen Euro. Die alten Wagen fallen zunehmend aus, müssen oft repariert werden und kosten demzufolge eine Menge Geld im Unterhalt. Auch die Neuanschaffung ist ein kostenintensives Unterfangen. Ein neuer Stadtbahnwagen kostet gut 3,3 Millionen Euro. Für die 25 aktuellen Fahrzeuge fallen insgesamt etwa 83,5 Millionen Euro an. Der Bund zahlt die Hälfte – rund 41,7 Millionen Euro. Die Üstra zahlt die andere Hälfte – kreditfinanziert, mit zusätzlichen Zinskosten von etwa 18,5 Millionen Euro. Addiert man alle Kosten zusammen – Abschreibungen, Zinsen, Inbetriebnahme – liegt die Gesamtbelastung der Region am Ende bei etwa 62,9 Millionen Euro allein für Los 2.

Laut TÜV-Gutachten ist es am Ende aber wirtschaftlicher, neue Fahrzeuge zu beschaffen, statt die alten Modelle permanent reparieren zu lassen. Die Üstra plant, bis 2037 den gesamten Stadtbahnfuhrpark zu modernisieren. Bis zu 275 Fahrzeuge des Typs TW 4000 und weitere 153 Fahrzeuge des Typs TW 3000 bilden dann die Flotte aus 428 Fahrzeugen. Der Bestand an Altfahrzeugen wird über die Jahre abgebaut.

Im Vergleich zu den Vorgängermodellen TW 3000 und TW 6000 bietet der TW 4000 deutliche Verbesserungen: Infrarotsensoren an den Türen ermöglichen automatisches Öffnen ohne Tastendruck – ideal für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste. Ein vergrößerter Mehrzweckbereich bietet mehr Platz für Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder. Moderne Fahrerassistenzsysteme mit Bremsassistent erhöhen die Sicherheit, während verbesserte Klimatechnik für höheren Fahrgastkomfort sorgt.

Vom ältesten Stadtbahnmodell, dem TW 6000, der schon seit 1974 durch Hannover fährt, gibt es noch 55 Fahrzeuge, die vornehmlich auf den Linien 3, 8, 11 und 13 verkehren. Mit der Lieferung der ersten TW 4000 aus Los 1 mit 42 Fahrzeugen ab Herbst 2026 sollen die grünen Modelle nach und nach ausgemustert werden – das ist aber in abhängig vom Hochbahnsteig-Ausbau. Aktuell sind 180 von 200 Haltestellen in Hannover barrierefrei.

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