Sommerschuhs Werke bewegen sich zwischen wiederkehrenden Motiven und überraschenden Kombinationen. Ihre Bilder gliedert sie häufig in einzelne Felder, die sich dennoch zu einer geschlossenen Komposition verbinden. Landschaften der Toskana tauchen darin ebenso auf wie Masken oder rote Vorhänge, hinter denen etwas verborgen zu sein scheint. Klare Linien und kräftig aufgetragene Farben in Rot, Blau, Grün und Gelb prägen ihre Bildsprache. Anklänge an den Surrealismus verbinden sich mit Naturassoziationen und einem freien Spiel von Farbe, Fläche und Körper. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen aktuelle Assemblagen und Objekte. Gesammelte Materialien werden darin neu geordnet und zu dreidimensionalen Arbeiten zusammengesetzt. Dinge, die im Alltag beiläufig oder übersehen wirken können, erhalten durch die neue Anordnung andere Bedeutungen und treten miteinander in Beziehung. So entstehen Kompositionen, in denen sich die Beschäftigung mit Alltag und Vergänglichkeit mit dem Reiz des Gefundenen verbindet. Zu den Anregungen für diese Arbeiten zählt das Heidelberg Project in Detroit, das von dem Künstler Tyree Guyton begründet wurde. Dessen Umgang mit Street Art und vorgefundenen Gegenständen gab Sommerschuh Impulse für ihre eigenen Objektarbeiten. In Hannover überträgt sie diese Inspiration in eine persönliche, von Malerei und Sammelleidenschaft geprägte Form.
Die 1961 in Mainz geborene Künstlerin beschäftigte sich bereits als Kind mit Malerei. 1978 und 1979 besuchte sie Aquarellkurse im Mainzer Fort Malakoff bei dem Maler und Bildhauer Toni Brüchert und bildete sich anschließend autodidaktisch weiter. Der Aquarellmalerei ist sie bis heute verbunden, zugleich hat sie ihr künstlerisches Spektrum um Assemblagen und Objekte erweitert.
Die Ausstellung „Sommerschuh Projekt Nr. 2“ ist im Unternehmerinnen-Zentrum Hannover, Hohe Straße 9-11, montags bis freitags von 10 bis 15 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.