Ärztemangel und Pflegenotstand
Der NP-Kandidatencheck zur Regionspräsidentenwahl beschäftigt sich mit dem Thema Medizin und Pflege

Stellen sich Ihren Fragen: Mizgin Çiftçi (Die Linke),Oliver Junk (CDU),Sinja Münzberg (Grüne), Eva Bender (SPD)und RobertReinhardt-Klein (FDP).Foto: NP
Region Hannover. Die Pflege und die medizinische Versorgung in der Region Hannover stehen vor einer ihrer größten Bewährungsproben. Immer mehr ältere und chronisch kranke Menschen benötigen Unterstützung – doch schon heute fehlen Fachkräfte in Pflegeheimen, ambulanten Diensten, Arztpraxen und Krankenhäusern. Viele Beschäftigte arbeiten unter enormem Zeitdruck, in belastenden Schichtsystemen und mit immer weniger Raum für das, worauf es eigentlich ankommt: persönliche Zuwendung und eine verlässliche Betreuung.

Gleichzeitig steigen die Kosten für Personal, Energie und Versorgung. Einrichtungen kämpfen um eine auskömmliche Finanzierung, Pflegebedürftige und ihre Familien mit wachsenden Eigenanteilen. Während in der Stadt vielerorts noch Wahlmöglichkeiten bestehen, drohen vor allem im Umland längere Wege und Versorgungslücken. Doch Pflege darf keine Frage des Wohnorts oder des Geldbeutels werden. Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wie kann gute Pflege in der gesamten Region auch künftig erreichbar, bezahlbar und menschlich bleiben?

Bei der Wahl der Regionspräsidentin oder des Regionspräsidenten am 13. September werden dafür wichtige Weichen gestellt. Doch welche konkreten Antworten haben die Kandidierenden? Wie wollen sie Pflegekräfte gewinnen und im Beruf halten? Wie lässt sich unnötige Bürokratie abbauen? Wer trägt die steigenden Kosten, wenn zugleich die öffentlichen Kassen unter Druck geraten? Und wie kann verhindert werden, dass die Qualität der Versorgung davon abhängt, wo jemand lebt oder wie viel Geld eine Familie aufbringen kann? Darüber wollen wir nicht nur reden – wir wollen nachfragen, diskutieren und Antworten einfordern. „Hannover fragt nach – der Kandidatencheck“ ist eine gemeinsame Veranstaltung der Neuen Presse und der Diakonie in Niedersachsen. Auf dem Podium diskutieren Eva Bender (SPD), Sinja Münzberg (Grüne), Oliver Junk (CDU), Mizgin Çiftçi (Die Linke) und Robert Reinhardt-Klein (FDP).

Und Sie sind ausdrücklich eingeladen, sich einzumischen: Stellen Sie Ihre Fragen, schildern Sie Ihre Erfahrungen und sagen Sie und, was sich in der Pflege und Gesundheitsversorgung dringend ändern muss.

Am Dienstag, 11. August, beginnt die Veranstaltung um 18 Uhr im Stephansstift, Kirchröder Straße 44e. Der Eintritt ist frei, für eine Anmeldung scannen Sie einfach mit Ihrem Handy bitte den nebenstehenden QR-Code.

Machen Sie mit beim NP-Kandidatencheck. Denn die Zukunft der Pflege betrifft uns alle.

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