Brücken digital erkunden
Eine neue interaktive Infostele macht Bauwerke am Flussring virtuell erlebbar

Teil der virtuellen Tour: die Leintorbrücke mit der Leinewelle.Foto: LHH
Hannover. Eine neue interaktive Infostele in der Bauverwaltung ermöglicht einen virtuellen Blick auf die Brücken am innerstädtischen Flussring. Besucherinnen und Besucher können dort insgesamt 26 große und kleine Bauwerke erkunden, die Mühlenleine, Ihme und Schnellen Graben überspannen. Das Angebot verbindet technische Angaben mit historischen Informationen und dreidimensionalen Darstellungen.

Die Stele steht im Foyer der Bauverwaltung am Rudolf-Hillebrecht-Platz 1. Das Gebäude ist zugleich die 13. Station des Stadtrundgangs „Roter Faden“ und dort unter anderem durch sein Wappenportal bekannt. Mit der digitalen Präsentation ergänzt die Stadt die bisherigen Informationsangebote im Eingangsbereich, zu denen auch das große Stadtmodell gehört.

Auf dem großformatigen Bildschirm lässt sich entweder eine virtuelle Tour entlang des Flussrings starten oder eine bestimmte Brücke auswählen. Dafür stehen ein Lageplan und eine seitlich bedienbare Auswahlleiste zur Verfügung. In einer als „Überflug“ bezeichneten Ansicht erscheinen die Bauwerke als dreidimensionale Animationen und können aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Zu jeder Brücke gibt es außerdem eine Infobox mit Angaben zum Bauwerk sowie historischen und aktuellen Fotografien.

Die Anwendung soll auch Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen einen möglichst einfachen Zugang ermöglichen. Die Benutzeroberfläche kann per Knopfdruck in eine angepasste Ansicht wechseln, die insbesondere für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer sowie für Kinder leichter zu bedienen ist.

„Unsere Brücken sind weit mehr als reine Verkehrswege. Sie verbinden Stadtteile, erzählen Geschichte und sind zugleich beeindruckende Ingenieurbauwerke“, so Stadtbaurat Thomas Vielhaber. Die Infostele solle dieses Wissen anschaulich vermitteln und zeigen, wie digitale Technik dabei helfen könne, Infrastruktur und Stadtentwicklung verständlich darzustellen.

Entwickelt und umgesetzt wurde das Projekt von products.design und Design-Gruppe im Auftrag des Fachbereichs Tiefbau. Für die räumlichen Darstellungen wurde der Digitale Zwilling Hannover 3D genutzt. Dieses digitale Abbild der Stadt stammt aus dem Bereich Geoinformation des Fachbereichs Planen und Stadtentwicklung.

Der Flussring umschließt die Innenstadt und wird von Mühlenleine, Ihme und Schnellem Graben gebildet. Die darüber führenden Brücken gehören seit Jahrzehnten zur Verkehrsinfrastruktur der Stadt. Zugleich dokumentieren sie unterschiedliche Bauweisen und Phasen der Stadtgeschichte. Die neue Anwendung stellt diese Zusammenhänge gebündelt dar und macht Details sichtbar, die im Alltag häufig unbeachtet bleiben.Die Infostele ist montags bis freitags jeweils von 8 bis 18 Uhr im Foyer der Bauverwaltung zugänglich. RED
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