Forschung zu drängenden Zukunftsfragen
Neubau Forum Wissenschaftsreflexion bündelt geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung der Leibniz Universität Hannover

Professor Dr. Eva Barlösius (Sprecherin des Forums Wissenschaftsreflexion) und Universitätspräsident Professor Dr. Volker Epping haben den Forschungsneubau am 17. Juli mit vielen Gästen eröffnet.Foto: Sören Pinsdorf
Hannover. Die Leibniz Universität Hannover hat in der Nordstadt ihren neuen Forschungsbau Forum Wissenschaftsreflexion eröffnet. In dem Gebäude an der Straße Im Moore arbeiten künftig geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungsgruppen zusammen, die sich mit Wissenschafts- und Hochschulforschung sowie dem Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft befassen. Die Eröffnung fand am Mittwoch, 17. Juni, statt.

Universitätspräsident Professor Volker Epping bezeichnete den Neubau als sichtbares Zeichen für den geistes- und sozialwissenschaftlichen Schwerpunkt der Universität. Das Forum sei einer der wenigen Forschungsbauten dieser Art in Deutschland und der einzige an einer Technischen Universität des TU9-Verbunds. Unter einem Dach kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Philosophie, Soziologie, Volkswirtschaftslehre, Politik- und Rechtswissenschaften zusammen. Nach Angaben der Universität gibt es bundesweit derzeit keine andere Hochschule mit vergleichbar vielen Professuren in der Wissenschafts- und Hochschulforschung; an der LUH sind es rund 20.

Im Mittelpunkt stehen interdisziplinäre Perspektiven auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen. Dazu gehören Fragen der Wissenschaftsfreiheit ebenso wie die Rolle wissenschaftlichen Wissens bei Themen wie Klimawandel, Welternährung, Energieversorgung und Gesundheitsentwicklung. Sprecherin Professor Eva Barlösius hob die Bedeutung von Räumen für Austausch und gemeinsame Forschung hervor. Der Neubau bietet dafür Kommunikationsflächen und eine große Wissenswerkstatt.

Auch Bundesforschungsministerin Dorothee Bär, Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs und Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay würdigten den Forschungsbau bei der Eröffnung. Das Gebäude entstand in rund drei Jahren Bauzeit. Auf 2200 Quadratmetern Nutzfläche bietet es Büroplätze für 142 Menschen, Seminar- und Kommunikationsräume sowie einen Veranstaltungssaal. Die Baukosten liegen bei rund 19,3 Millionen Euro. Davon trägt der Bund etwa 7,37 Millionen Euro, den übrigen Anteil übernimmt das Land Niedersachsen, maßgeblich aus dem Programm „zukunft.niedersachsen“. RED
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