Universitätspräsident Professor Volker Epping bezeichnete den Neubau als sichtbares Zeichen für den geistes- und sozialwissenschaftlichen Schwerpunkt der Universität. Das Forum sei einer der wenigen Forschungsbauten dieser Art in Deutschland und der einzige an einer Technischen Universität des TU9-Verbunds. Unter einem Dach kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Philosophie, Soziologie, Volkswirtschaftslehre, Politik- und Rechtswissenschaften zusammen. Nach Angaben der Universität gibt es bundesweit derzeit keine andere Hochschule mit vergleichbar vielen Professuren in der Wissenschafts- und Hochschulforschung; an der LUH sind es rund 20.
Im Mittelpunkt stehen interdisziplinäre Perspektiven auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen. Dazu gehören Fragen der Wissenschaftsfreiheit ebenso wie die Rolle wissenschaftlichen Wissens bei Themen wie Klimawandel, Welternährung, Energieversorgung und Gesundheitsentwicklung. Sprecherin Professor Eva Barlösius hob die Bedeutung von Räumen für Austausch und gemeinsame Forschung hervor. Der Neubau bietet dafür Kommunikationsflächen und eine große Wissenswerkstatt.
Auch Bundesforschungsministerin Dorothee Bär, Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs und Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay würdigten den Forschungsbau bei der Eröffnung. Das Gebäude entstand in rund drei Jahren Bauzeit. Auf 2200 Quadratmetern Nutzfläche bietet es Büroplätze für 142 Menschen, Seminar- und Kommunikationsräume sowie einen Veranstaltungssaal. Die Baukosten liegen bei rund 19,3 Millionen Euro. Davon trägt der Bund etwa 7,37 Millionen Euro, den übrigen Anteil übernimmt das Land Niedersachsen, maßgeblich aus dem Programm „zukunft.niedersachsen“.