Zum Auftakt spielt am Sonnabend, 27. Juni, ab 16 Uhr das Avin Trio in der Orangerie. Saskia Niehl an der Violine, Michael Schmitz am Violoncello und Josefa Schmidt am Klavier widmen sich unter dem Titel „Alte (Un)bekannte“ Werken von Komponistinnen, deren Musik zunehmend stärker wahrgenommen wird. Auf dem Programm stehen „Soir et Matin“ von Mel Bonis, das Klaviertrio von Rebecca Clarke und Ludwig van Beethovens Klaviertrio D-Dur, op. 70 Nummer 1, bekannt als „Geistertrio“. Im Anschluss ist ein Meet and Greet mit den Musikerinnen und Musikern im Arne-Jacobsen-Foyer vorgesehen.
Ab 17.30 Uhr geben Markus Becker, künstlerischer Leiter der Konzertreihe, und Raliza Nikolov in der Orangerie eine Einführung zum Sommerfestival und einen Ausblick auf die Nahklang-Saison 2026/2027, die im Oktober beginnt. Ab 18 Uhr folgt das Confringo Klavierquartett mit Eun Che Kim, Philipp Sussmann, Irena Josifoska und Viktor Soos. Das Ensemble stellt Werke von Gustav Mahler, Hans Gál und Robert Schumann vor. Auch nach diesem Konzert ist ein Treffen mit dem Ensemble im Foyer geplant.
Der zweite Festivaltag beginnt am Sonntag, 28. Juni, um 11 Uhr mit dem Jasper Trio. Yuliia Van, Lukas Rothenfußer und Séverine Kim spielen tschechisch geprägte Kammermusik. Zu hören sind die „Bergerettes“ für Klaviertrio von Bohuslav Martinu sowie Antonín Dvoráks Klaviertrio f-Moll op. 65. Danach gibt es ebenfalls Gelegenheit zum Gespräch mit den Musikerinnen und Musikern.
Zum Rahmenprogramm gehören am Sonntag zwei Führungen durch den Großen Garten. Sie beginnen um 12.30 Uhr und um 14.30 Uhr, dauern jeweils 60 Minuten und starten vor der Orangerie Herrenhausen. Thematisch geht es um den Großen Garten als barocke Gartenanlage. Vorgestellt werden unter anderem Buchsbaumornamente, Marmorkies und Blumenrabatten sowie die von Niki de Saint Phalle mit Glasmosaiken gestaltete Grotte. Für die Führungen ist eine Anmeldung erwünscht, da die Teilnehmerzahl auf 25 Personen pro Führung begrenzt ist. Anmeldungen sind per E-Mail an info@kammermusik-hannover.de möglich.
Ab 16 Uhr folgt in der Orangerie die Podiumsdiskussion „Ein Blick in die Kristallkugel – MusikErleben 2035“. Martha Bijlsma vom Flex Ensemble, Professor Jan Philip Schulze aus Hannover und Birgit Spörl von TONALi sprechen unter der Moderation von Raliza Nikolov darüber, wie Konzertbesuche in Zukunft aussehen könnten und welche Perspektiven junge Ensembles haben.
Den Abschluss des Festivals gestaltet am Sonntag, 28. Juni, ab 17 Uhr das Amelio Trio. Johanna Schubert, Merle Geißler und Philipp Kirchner treten in der kommenden Saison 2026/2027 als „ECHO Rising Star“ in mehreren europäischen Konzerthäusern auf. In Hannover spielen sie Charles Ives’ Klaviertrio, Beethovens Allegretto B-Dur WoO 39, Birke Bertelsmeiers „vertrautes angezogensein“, Ursula Mamloks „Panta Rhei (Time in Flux)“ und Johannes Brahms’ Klaviertrio Nummer 2 C-Dur op. 87. Auch nach dem Abschlusskonzert ist ein Meet and Greet vorgesehen.
Während des Festivals übernimmt Grauwinkels Schlossküche die Gastronomie. Zudem können eigene Speisen für ein Picknick im Großen Garten mitgebracht werden.
Tickets kosten für Vollzahlende je nach Kategorie 20, 30, 40 oder 45 Euro, ermäßigt 16, 24, 32 oder 36 Euro. Auszubildende unter 30 Jahren zahlen 10 Euro pro Ticket. Der Vorverkauf läuft online unter ticket-onlineshop.com/ols/kmg sowie an der Kasse Großer Garten und in den HAZ- und NP-Ticketshops.