Ende Juli 2026 werden an der Leine Deutschlands beste Rapidsurferinnen und Rapidsurfer erwartet. Die Meisterschaften sind Teil der Finals, bei denen in Hannover mehrere deutsche Titelentscheidungen ausgetragen werden. Die Leinewelle rückt damit erneut in den Mittelpunkt eines größeren Sportereignisses. Der Parkplatz an der Schlossstraße soll während der Veranstaltung nicht nur funktionale Aufgaben übernehmen, sondern auch als Treffpunkt für Sportlerinnen und Sportler, Besucher und Medien dienen.
Seit ihrer Eröffnung hat sich die Leinewelle zu einem stark frequentierten Ort am Altstadtufer entwickelt. Sie wird ganzjährig von Wassersportlern genutzt, zieht aber auch Schulklassen, Jugendgruppen und viele Zuschauer an. Mit der wachsenden Nutzung wurden zugleich Defizite sichtbar. Vor Ort fehlen bislang einfache Umkleidemöglichkeiten und sanitäre Einrichtungen. Diese Lücke soll der neue Hub schließen.
Die Planungen wurden nach Angaben des Vereins eng mit der Landeshauptstadt Hannover abgestimmt. Auch der Gestaltungsbeirat war eingebunden. Auf seine Anregung hin wurden in einem Kreativworkshop mit Studierenden der Leibniz Universität Hannover Ideen für eine Lösung entwickelt, die zum Stadtbild passt und zugleich einen eigenständigen Charakter hat. Dabei spielte die besondere Lage des Standorts eine zentrale Rolle. Der Bereich verbindet die Stadtteile Mitte und Calenberger Neustadt, liegt an der grünen Uferzone der Leine und ist zugleich ein wichtiger Ort für den urbanen Wassersport.
Technisch soll der Leinewelle-Hub aus handelsüblichen Containermodulen bestehen. Damit der Baukörper nicht wie eine reine Zweckanlage wirkt, ist eine Fassade aus Holzlamellen vorgesehen. Unterschiedliche Farbtöne sollen dem Ensemble ein lebendigeres Erscheinungsbild geben. Der temporäre Charakter des Projekts bleibt dabei erkennbar. Zugleich soll die Gestaltung dazu beitragen, die Aufenthaltsqualität am westlichen Leineufer zu verbessern.
Der Standort auf dem Parkplatz an der Schlossstraße wurde gewählt, weil er kurze Wege zur Welle ermöglicht. Neben den benötigten Räumen sollen zusätzliche Flächen entstehen, auf denen sich Sportlerinnen und Sportler sowie Besucher aufhalten können. Das Umfeld soll mit Sitzgelegenheiten, Pflanzkübeln und Fahrradbügeln ergänzt werden. Das bestehende Parkplatzangebot soll weitgehend erhalten bleiben. Das gilt auch für Behindertenparkplätze und Stellplätze mit Lademöglichkeit für Elektrofahrzeuge.
Mit dem Leinewelle-Hub wollen der Verein und die Stadt die Bedingungen für den Surfsport in der Innenstadt verbessern. Zugleich soll das westliche Leineufer im Bereich der Altstadt weiter belebt werden. Die Anlage ist als Ergänzung auf Zeit gedacht und soll einer späteren langfristigen Entwicklung des Standorts nicht entgegenstehen.