Los geht es am Sonntag, 14. Juni. Dann eröffnen Studierende der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover die Reihe mit einem Konzert für Geige und Akkordeon. Die Sonntagskonzerte dauern jeweils gut eine Stunde und finden auf der Probenbühne im Großen Garten statt. Eine Woche später, am Sonntag, 21. Juni, steht zur gleichen Zeit ein Konzert mit Violoncelli auf dem Programm. Nach der Sommerpause folgen zwei weitere Auftritte: Am Sonntag, 13. September, spielt von 12 bis 13 Uhr das Concord Brass Quintett mit Trompeten, Posaune, Horn und Tuba. Den Abschluss der Konzerttermine übernimmt am Sonntag, 27. September, ebenfalls von 12 bis 13 Uhr, das Salo-Quartett mit Cello, Violinen und Viola.
Literatur bekommt im Großen Garten ein eigenes Format. In Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Leuenhagen & Paris richtet sich das Lesepicknick an Erwachsene ebenso wie an Kinder. Am Sonntag, 28. Juni, liest Lydia Barzyk ab 12 Uhr aus „Die andere Seite“. Im Mittelpunkt steht Elias Marlan, ein reicher, ehrgeiziger Mann, dessen Tod in einer Luxussuite seine engsten Vertrauten in ein gefährliches Spiel hineinzieht. Ab 14 Uhr folgt Kirsten Karg mit „Karolinenhöhe“. Der Roman führt ins Baden-Baden des Jahres 1910, wo die junge Krankenschwester Ida Freese aus Berlin in einer Naturheilanstalt einen Neuanfang sucht.
Am Sonntag, 30. August, stehen zwei weitere Lesungen an. Ab 12 Uhr stellt Sandra Lüpkes „Ein Ort, der bleibt“ vor. Der Roman verbindet drei Frauenschicksale über mehrere Generationen mit der Geschichte eines Botanischen Gartens am Meer und führt von Münster nach Istanbul. Ab 14 Uhr liest Ingo Siegner aus „Der kleine Drache Kokosnuss – Einsatz bei der Feuerwehr“. Das Abenteuer richtet sich an Kinder ab sechs Jahren. Am Sonntag, 20. September, beginnt der Lesetag um 12 Uhr mit Claudia Rimkus und der Premierenlesung ihres Hannover-Krimis „Birkenblut“. Ab 14 Uhr folgt Lukas Hoffmann mit „Wassermann“, einem Roman über Aufbruch, Verlust und die Suche nach einem selbstbestimmten Leben.
Für Familien lohnt sich der Blick auf den Juli besonders. Jeden Sonntag im Juli sowie am 2. und 9. August bietet der Verein ErzählWelt jeweils ab 12 und 14 Uhr Geschichten von Drachen, Prinzessinnen, Rittern und verwunschenen Welten. Gerade im Großen Garten, der selbst ein wenig wie eine geordnete Märchenlandschaft wirkt, dürfte das gut funktionieren: Kinder können lauschen, Erwachsene kurz mitreisen.
Dass Kultur auch Bewegung, Spiel und eigenes Gestalten sein kann, zeigt der weitere Programmsommer. Am 16. August wird gespielt wie zu Zeiten Kurfürstin Sophies. Sackhüpfen, Steckenpferd reiten und Tauziehen stehen dann auf dem Programm. Das Team von Lili & Claudius zeigt, wie zeitlos Kinderspiele sind und dass es manchmal keine digitalen Helferlein braucht, um einen Nachmittag ziemlich lebendig werden zu lassen.
Noch kreativer wird es beim Figurentheater zum Mitmachen. Das Figurentheater Theatrio lädt am 23. August und am 6. September dazu ein, eigene Figuren zu gestalten, Formen und Farben auszuprobieren und Ideen spielerisch zum Leben zu erwecken. Ob bunt, skurril oder originell: Erlaubt ist, was Fantasie bekommt. Damit wird der Große Garten nicht nur zur Kulisse, sondern zum Ort, an dem Kinder und Erwachsene selbst aktiv werden können.
Der Eintritt in die Herrenhäuser Gärten kostet für Erwachsene 10 Euro. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre haben freien Eintritt.Weitere Informationen zum Programm gibt es unter
herrenhausen.de.