Gut aufgesetzter Kompost
riecht nach Waldboden
Kleine Abfallwirtschaft im eigenen Garten: Worauf es bei Standort, Material und Pflege ankommt.

Sauerstoffzufuhr: Regelmäßig umsetzen hält den Kompost locker und aktiv.Foto: Nestor Bachmann/dpa

Ein guter Kompost ist im Garten Gold wert: Die Rotte liefert wertvollen Humus und sorgt für gesunde Böden. Dabei ist entscheidend, wie der Komposthaufen angelegt und gepflegt wird. Wer ein paar grundlegende Regeln beachtet, verhindert Gerüche und beschleunigt die Zersetzung der organischen Materialien.

Den perfekten Platz finden: Ideal für den Kompost ist laut dem Umweltbundesamt ein Platz im Halbschatten auf wasserdurchlässigem Boden. Um Streit mit den Nachbarn zu vermeiden, sollte der Kompost mit genügend Abstand zur Grundstücksgrenze angelegt werden – besonders zu den Terrassen und Fenstern des Nachbarhauses. Ein Drahtgitter am Boden kann Nagetiere fernhalten.

Den Kompost richtig schichten: Der Kompost sollte gut durchlüftet sein und aus einer guten Mischung an unterschiedlichen Materialien bestehen. Das erreichen Gärtnerinnen und Gärtner am besten durch einen schichtweisen Aufbau. Der Naturschutzbund (Nabu) empfiehlt, wie man richtig schichtet: Die unterste Schicht bilden grobe Materialien wie Äste und Reisig, darüber kommen Laub und Rasenschnitt, und ganz oben sind Garten- und Küchenabfälle richtig aufgehoben. Die Geruchsprobe machen: Ist der Kompost richtig aufgesetzt und gut gepflegt, riecht er nach Angaben des Bayerischen Landesverbands für Gartenbau und Landespflege (BLGL) angenehm – beispielsweise nach Erde oder Waldboden. Die Düngeerde müffelt in der Regel nur, wenn sie zu feucht wird oder zu wenig Sauerstoff im Haufen vorhanden ist. Das passiert, wenn zu viel weicher und nasser Abfall auf dem Kompost landet.

Den Kompost mit den richtigen Gartenabfällen versorgen: Trockener Rasenschnitt kann laut Nabu problemlos auf den Kompost – frischer hingegen nur in Maßen. Das gleiche gilt auch für Unkraut. Auch Laub und Erde aus dem Garten können kompostiert werden. Erkrankte Pflanzenteile oder Pflanzen, die von Schädlingen befallen sind, gehören definitiv nicht auf den Kompost. Baum- und Strauchschnitt sollten Gärtnerinnen und Gärtner vorher zerkleinern, bevor sie im Naturdünger landen.

Kompost regelmäßig umsetzen: Zusätzlich sollte die Düngeerde in regelmäßigen Abständen umgesetzt werden, idealerweise mit einer Grabgabel, empfehlen die Expertinnenn und Experten des Bayerischen Landesverbands für Gartenbau und Landespflege. Dadurch gelangt immer wieder ausreichend Sauerstoff in den Kompost hinein, und es bilden sich keine verdichteten Klumpen.

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