Im Mittelpunkt der rund 50-minütigen Inszenierung steht das Thema Fürsorge – verstanden als grundlegendes menschliches Bedürfnis, aber auch als gesellschaftliche Belastung, die oft unsichtbar bleibt. Müdigkeit und Widerstand, Abhängigkeit und Vertrauen, Solidarität und Zärtlichkeit bilden dabei die Pole einer Arbeit, die Tanz und Objekttheater miteinander verbindet.
Das von Selina Glockner und Alba Scharnhorst gegründete tilted collective arbeitet seit mehreren Jahren an der Schnittstelle performativer Formate und feministischer Themen. Für „Couldn’t care less“ entwickelt das Team eine Bühnenwelt aus großformatigen Objekten, in denen sich widersprüchliche Aspekte von Sorgearbeit spiegeln. .Die Künstlerinnen beschreiben Fürsorge als etwas, das sich „mit jedem Atemzug über Generationen hinweg“ neu choreografiere. Entsprechend richtet sich der Blick nicht nur auf familiäre oder private Beziehungen, sondern auch auf gesellschaftliche Strukturen von Verantwortung und Abhängigkeit.
Karten kosten 18 Euro, ermäßigt 13 Euro, für Studierende 9 Euro.
Rund um die Vorstellungen am Sonntag, 10. Mai, lädt das Team zudem zum Vermittlungsformat „Move the needle“ ein. Zwischen 12 und 13.30 Uhr sowie von 14.30 bis 16 Uhr können Besucherinnen und Besucher bei einer gemeinsamen Handarbeitssession über Erfahrungen mit Fürsorge und Sorgearbeit ins Gespräch kommen. Stoffe und Taschentücher werden dabei als kleine „Care-Pakete“ bestickt. Die Teilnahme ist kostenlos.