„LiegendDemo“ am Neuen Rathaus

Die Teilnehmenden wollen auf die Situation von Menschen mit Long Covid und ME/CFS aufmerksam machen.Foto: Team LiegendDemo Hannover
Hannover. Mit einer sogenannten „LiegendDemo“ wollen Betroffene und Unterstützende am Sonnabend, 9. Mai, ab 11 Uhr auf dem Platz der Menschenrechte auf die Situation von Menschen mit schweren Langzeiterkrankungen aufmerksam machen. Im Rahmen der bundesweiten Aktion legen sich Teilnehmende symbolisch auf den Boden – stellvertretend für Erkrankte, die oft zu geschwächt sind, um selbst für ihre Belange einzutreten. Im Fokus stehen Erkrankungen, die nach Infektionen wie Covid-19, EBV oder Grippe auftreten können, aber auch Beschwerden, die im zeitlichen Zusammenhang mit Impfungen stehen. Dazu zählen unter anderem Long Covid, ME/CFS und Post-Vac-Syndrome. Nach Angaben der Initiatoren fehlt es bislang an ausreichender medizinischer Versorgung, an spezialisierten Anlaufstellen sowie an zugelassenen Therapien. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf der Situation von Kindern und Jugendlichen, etwa im schulischen Alltag. Unterstützt wird die Initiative bundesweit von Schirmherr Professor Dr. Karl Lauterbach. Vor Ort sind Beiträge aus Medizin, Politik und Selbsthilfe angekündigt. „Neben der zu erwartenden langfristigen Erfolge aus der begonnenen Forschung, dank der ‚Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen‘ benötigen wir für die Erkrankten sofort Unterstützung und Versorgung“, so Nicole Krüger von der Lost Voices Stiftung, die sich an der Demonstration beteiligt. RED
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