Die TKH-Luchse stellen sich breit auf
Basketball-Frauen sind bereit für die 3x3-Meisterschaft. Nationalspielerin Meret Kleine-Beek verlängert.

Für 3x3-Basketball breit aufgestellt – von links: Hochschulsport-Leiter Sebastian Knust, Teammanagerin Dorothea Richter-Horstmann, TKH-Vorsitzender Hajo Rosenbrock, Christian Haferkamp (Chief Sales Officer bei enercity), Meret Kleine-Beek, Meret Wellmann, Gianluca Bossio von der Sparkasse und Luchse-Geschäftsführer Thorben Steguweit.Foto: Debbie Jayne Kinsey
Hannover. Der stilisierte Luchs schimmert in der Sonne golden, und das ist so gewollt. Auf dem 3x3-Logo der Basketballerinnen des TK Hannover glänzt die Raubkatze. Einen wichtigen Schritt in Richtung einer glänzenden Zukunft haben die Luchse jetzt getan. Mit enercity und der Sparkasse bleiben die beiden wichtigsten Sponsoren an Bord und fördern zudem das 3x3-Projekt des TKH, die ebenfalls olympische Basketball-Variante. Bei den Spielen in Paris hatte Deutschland Gold geholt. Ganz so weit holen die Luchse nicht aus, ihre Chance auf eine Medaille bei den Finals in Hannover Ende Juli ist aber deutlich gestiegen. „Ohne die finanzielle Unterstützung wäre das nicht möglich“, sagt Luchse-Geschäftsführer Thorben Steguweit.Meret Kleine-Beek macht einige Schritte und versenkt den Ball bei diesem Fotoshooting an der Sport-Uni am Moritzwinkel lässig per Korbleger. Seit Kurzem erst ist die 3x3-Nationalspielerin der Luchse nach überstandenem Kreuzbandriss wieder im Training, sie ist auf dem Weg zurück in den deutschen Kader. Die Play-offs der Bundesliga im klassischen Fünf-gegen-Fünf hatte die 25-Jährige verpasst – der TKH enttäuschte im Viertelfinale und flog raus.

Kleine-Beek hat ihren Vertrag bei den Luchsen verlängert, sie wird der Kopf des Teams bei der 3x3-Meisterschaft sein. Und will anschließend in der Bundesliga spielen. „Ich bin froh über die Chance, die mir der Verein gibt“, sagt die Südstädterin. Der TKH hatte der gebürtigen Berlinerin einen Kontrakt gegeben, obwohl sie verletzt war – ebenso wie Marie Reichert, die in Paris zum Gold-Quartett des Olympiastützpunkts Hannover zählte. Reichert war etwas früher fit und ist mit dem Nationalteam unterwegs, ein Turnier in Chengdu steht an.

Dass Reichert zum 3x3-Kader der Luchse zählen wird, ist unwahrscheinlich. Die Aufgaben mit Deutschland gehen vor. Der Titelverteidiger muss sich für die Spiele 2028 in Los Angeles erst mühsam qualifizieren, der Modus ist höchst kompliziert.

Sicher ist: Selma Yesilova kehrt für das 3x3-Projekt zurück, sie soll das Team managen. Auch Rowie Jongeling und Meret Wellmann haben zugesagt und bleiben obendrein ein weiteres Jahr in der Bundesliga. Wellmann schreibt gerade ihr Abitur, die Nordstädterin ist ein Eigengewächs des TKH. „Der Kader nimmt jetzt Form an“, sagt Steguweit. Bei den Finals in Dresden 2025 hatten die Luchse das Halbfinale verpasst. Und sie sind nicht automatisch qualifiziert für ihr großes Heimspiel vor dem Neuen Rathaus. Ein Turnier in Deutschland müssen sie dafür gewinnen, einen Landesentscheid. Das ist allemal machbar. Noch allerdings läuft die Finalserie der Bundesliga, Titelverteidiger Stars Keltern misst sich mit den Dolphins aus Marburg.

Vorstellbar, dass die Luchse in der nächsten Bundesligasaison wieder gut mitspielen und die Play-offs erreichen. Die Hauptsponsoren enercity (für ein Jahr) und die Sparkasse (zwei Jahre) sind dabei. Der schwedische Erfolgstrainer Jesper Sundberg hat bereits zugesagt und es ist wahrscheinlich, dass auch seine Freundin Lovisa Hjern bleibt – wie Kapitänin Karolin Tzokov. Ein Gerüst hat der TKH damit zusammen.

Ein neues 3x3-Gerüst mit Korb und Feld haben die Luchse bereits bestellt, obwohl in Kirchrode wegen des Neubaus dafür noch kein Platz ist. Es soll an der Sport-Uni stehen. Die Trendsportart ist auch hier angekommen. „Wir wollen das hier in den nächsten Jahren pushen und 2029 eine europäische Hochschulmeisterschaft in Hannover stattfinden lassen“, kündigt Sebastian Knust an, der Leiter des Hochschulsports. Aller guten Dinge sind eben auch bei den Studenten 3x3.

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