Kleine-Beek hat ihren Vertrag bei den Luchsen verlängert, sie wird der Kopf des Teams bei der 3x3-Meisterschaft sein. Und will anschließend in der Bundesliga spielen. „Ich bin froh über die Chance, die mir der Verein gibt“, sagt die Südstädterin. Der TKH hatte der gebürtigen Berlinerin einen Kontrakt gegeben, obwohl sie verletzt war – ebenso wie Marie Reichert, die in Paris zum Gold-Quartett des Olympiastützpunkts Hannover zählte. Reichert war etwas früher fit und ist mit dem Nationalteam unterwegs, ein Turnier in Chengdu steht an.
Dass Reichert zum 3x3-Kader der Luchse zählen wird, ist unwahrscheinlich. Die Aufgaben mit Deutschland gehen vor. Der Titelverteidiger muss sich für die Spiele 2028 in Los Angeles erst mühsam qualifizieren, der Modus ist höchst kompliziert.
Sicher ist: Selma Yesilova kehrt für das 3x3-Projekt zurück, sie soll das Team managen. Auch Rowie Jongeling und Meret Wellmann haben zugesagt und bleiben obendrein ein weiteres Jahr in der Bundesliga. Wellmann schreibt gerade ihr Abitur, die Nordstädterin ist ein Eigengewächs des TKH. „Der Kader nimmt jetzt Form an“, sagt Steguweit. Bei den Finals in Dresden 2025 hatten die Luchse das Halbfinale verpasst. Und sie sind nicht automatisch qualifiziert für ihr großes Heimspiel vor dem Neuen Rathaus. Ein Turnier in Deutschland müssen sie dafür gewinnen, einen Landesentscheid. Das ist allemal machbar. Noch allerdings läuft die Finalserie der Bundesliga, Titelverteidiger Stars Keltern misst sich mit den Dolphins aus Marburg.
Vorstellbar, dass die Luchse in der nächsten Bundesligasaison wieder gut mitspielen und die Play-offs erreichen. Die Hauptsponsoren enercity (für ein Jahr) und die Sparkasse (zwei Jahre) sind dabei. Der schwedische Erfolgstrainer Jesper Sundberg hat bereits zugesagt und es ist wahrscheinlich, dass auch seine Freundin Lovisa Hjern bleibt – wie Kapitänin Karolin Tzokov. Ein Gerüst hat der TKH damit zusammen.
Ein neues 3x3-Gerüst mit Korb und Feld haben die Luchse bereits bestellt, obwohl in Kirchrode wegen des Neubaus dafür noch kein Platz ist. Es soll an der Sport-Uni stehen. Die Trendsportart ist auch hier angekommen. „Wir wollen das hier in den nächsten Jahren pushen und 2029 eine europäische Hochschulmeisterschaft in Hannover stattfinden lassen“, kündigt Sebastian Knust an, der Leiter des Hochschulsports. Aller guten Dinge sind eben auch bei den Studenten 3x3.