„Hannover ist beim Ausbau der Ladeinfrastruktur sehr gut aufgestellt. Unser Ziel ist es jetzt, dieses hohe Niveau intelligent weiterzuentwickeln – bedarfsgerecht, wirtschaftlich und mit Blick auf die Menschen in unserer Stadt“, sagt Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel. „Gerade in Zeiten globaler Krisen wie dem aktuellen Iran-Konflikt und dadurch stark steigender Energiepreise zeigt sich, wie wichtig eine unabhängige, erneuerbare Mobilität ist. Elektromobilität ist dafür ein zentraler Baustein.“
Bereits jetzt weist die Landeshauptstadt eine hohe Versorgungsdichte auf: Weniger als sieben batterieelektrische Fahrzeuge kommen derzeit auf einen öffentlich zugänglichen Ladepunkt. Damit liegt Hannover deutlich unter gängigen Vergleichswerten.
Bis Ende 2026 sollen rund 2.100 Ladepunkte im Stadtgebiet verfügbar sein. Für 2030 wird ein Bedarf von etwa 4.400 Ladepunkten prognostiziert. Der jährliche Zubau ist mit rund 360 Punkten geplant, soll jedoch flexibel an die Entwicklung der Nachfrage angepasst werden.
Die Stadt setzt weiterhin auf private Anbieter, die die Ladepunkte eigenwirtschaftlich errichten und betreiben. Neue Konzessionen im öffentlichen Raum sind ab 2027 vorgesehen. Bereits bislang entstehen etwa 40 Prozent der Ladepunkte auf privaten Flächen, etwa an Tankstellen oder auf Parkplätzen von Märkten.
Künftig sollen neue Anlagen gezielt im Wohnumfeld, an stark frequentierten Orten sowie an Standorten mit längerer Aufenthaltsdauer entstehen. Ziel ist eine ausgewogene Entwicklung ohne Überkapazitäten, um die Wirtschaftlichkeit der Infrastruktur zu sichern.