Die sogenannten Klassenteampartner übernehmen vielfältige Aufgaben im Unterricht. Sie begleiten Gruppenarbeiten, unterstützen einzelne Schülerinnen und Schüler beim Lernen, helfen bei Ausflügen und greifen bei Konflikten ein. Dadurch entstehen mehr Freiräume für gezielte Förderung und persönliche Zuwendung.
Nach Angaben von Kultur- und Bildungsdezernentin Eva Bender trägt das Konzept dazu bei, unterschiedlichen Lernvoraussetzungen besser gerecht zu werden und die Bildungsgerechtigkeit zu verbessern. Gleichzeitig sollen sich die Lernbedingungen in den Klassen insgesamt verbessern.
Das Modell wird seit dem Schuljahr 2025/26 an fünf Ganztagsgrundschulen getestet: an der Fichteschule, der Grundschule Fuhsestraße, der Grundschule Marienwerder, der Grundschule Mühlenberg sowie der Grundschule Am Stöckener Bach. Dort kommen die zusätzlichen Kräfte aus dem Ganztagsbereich der jeweiligen Schule, wodurch Unterricht und Nachmittagsangebote enger verzahnt werden.
Auch aus den Schulen selbst wird das Projekt positiv bewertet. Die zusätzliche Unterstützung erleichtere den Unterricht und schaffe mehr Raum für individuelle Gespräche mit den Kindern, die im regulären Ablauf oft zu kurz kämen, heißt es aus der Praxis.
Die Erfahrungen aus der Pilotphase sollen nun ausgewertet werden. Ziel ist es, ein einheitliches Aufgaben- und Qualifikationsprofil für die Klassenteams zu entwickeln und das Konzept langfristig an weiteren Schulen zu etablieren. Finanziert wird das Projekt zunächst aus städtischen Mitteln, die gezielt in sozial besonders belastete Stadtteile fließen. Perspektivisch werden weitere Fördermöglichkeiten geprüft.