Auch der Gartenteich verdient jetzt Aufmerksamkeit, denn er ist ein wichtiger Lebensraum für Fische, Amphibien und Insekten. Doch Eile ist fehl am Platz: Erst wenn die Wassertemperaturen steigen, kehrt das Leben zurück – und erst dann sollten die ersten Pflegeschritte folgen. Der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) gibt Tipps für den Saisonstart.
Wasser prüfen: Trübes Wasser im Frühjahr ist nicht ungewöhnlich. Statt zu chemischen Mitteln zu greifen, können Gartenbesitzerinnen und -besitzer einen Teilwasserwechsel vornehmen. Auch Laub und abgestorbene Pflanzenteile werden entfernt. Niederschläge im Winter können dafür sorgen, dass der pH-Wert zu niedrig und instabil ist. Ein Tropftest aus dem Handel gibt Aufschluss über die Karbonathärte. Sie beschreibt den Anteil der Hydrogencarbonat-Ionen im Aquarienwasser und zeigt an, wie viel Säure das Wasser aufnehmen oder binden kann, ohne dass der pH-Wert stark steigt oder sinkt. Bei einem Wert unter 4 Karbonathärte (°KH) sollte das Wasser aufgehärtet werden.
Technik kontrollieren: Pumpen, Filter und Beleuchtung werden gereinigt und auf ihre Funktion geprüft. Wichtig ist, Filtermaterial nur mit Teichwasser auszuspülen, damit die natürlichen Bakterien erhalten bleiben – sie sind entscheidend für eine stabile Wasserqualität.
Pflanzen pflegen: Teichpflanzen sind entscheidend für das ökologische Gleichgewicht: Sie produzieren Sauerstoff und bieten Tieren Schutz sowie Laichplätze. Robuste, winterharte Arten treiben im Frühjahr von selbst wieder aus. Abgestorbene Pflanzenteile werden zurückgeschnitten, neue Pflanzen erst nach den letzten Nachtfrösten eingesetzt.
Fische füttern: Überwinterte Fische fahren ihre Körperfunktionen langsam wieder hoch. Erst bei dauerhaft mehr als 10 Grad Wassertemperatur werden sie aktiv und gefüttert. Zu frühes oder reichliches Füttern belastet das Wasser. Besser sind kleine Mengen von hochwertigem, leicht verdaulichem Futter.
Ufer überprüfen: Auch das Teichumfeld sollten Gartenbesitzerinnen und -besitzer überprüfen. Im Winter können sich Folien, Steine oder Uferbefestigungen verschoben rund ums Wasser haben. Kleine Schäden lassen sich jetzt leicht beheben und verhindern spätere Probleme.