Die Gitarre, die nun Plath zur Signierstunde mitbrachte, trägt sogar die Sennheiser-Farben. Auf dem Korpus gehen die Farben so geschwungen ineinander über, dass man das S von Sennheiser erkennt. Und wer genau hinschaut: Auf dem Griffbrett sind alle Sennheiser-Logos eingearbeitet.
Rund 100 Mitarbeitende waren zur internen Autogrammstunde gekommen. Viele hatten Konzert-T-Shirts, Schallplatten, Bücher, Videobänder, sogar Kassetten dabei. Nils Rudorf aus der Logistik brachte zwei Mikros mit, Betriebstechniker Dennis Fuhrmann eine Konzertgitarre, auf der auch schon Scorpions-Sänger Klaus Meine unterschrieben hat. Mit Engelsgeduld unterzeichnete Maffay alles, wechselte dazu mit jedem Fan noch ein paar Worte, stand für Selfies bereit.
Zum Schluss kam dann noch ein ganz besonderer Autogrammwunsch, der Maffay vollends begeisterte: Marvin Miedzella, Landschaftsgärtner von Sennheiser, rollte mit seinem Lieblingsarbeitsgerät vor: ein drei Jahre alter, leuchtend orangefarbener Radlader mit Sennheiser-Logo. Ihn hatte er für das Autogramm extra auf Hochglanz poliert: „Keep on trucking“, schrieb Maffay spontan darauf und setzte sich auch gleich ins Führerhaus: „Der ist ja noch fast neu!“, sagte der Musiker begeistert. Am liebsten wäre er gleich selbst damit losgefahren …
„Ich bin platt. Herzlichen Dank euch allen für diesen so herzlichen Empfang, damit habe ich nicht gerechnet. Ich bin echt überwältigt“, sagte der Rockstar und Tabaluga-Erfinder über all die Fans in der Sennheiser-Belegschaft.
„Unsere Mitarbeiter sind alle musikbegeistert“, bekräftigte Sennheiser-Chef Andreas Sennheiser: „Bringt man hier fünf Leute in einen Raum, hat man eine Band.“
Als Willkommensgeschenk überreichte er Maffay ein besonderes Sennheiser-Mikrofon: Es trägt eine Gravur mit Maffays Namen. Der Star war begeistert. Noch mehr allerdings, als er bei der Werksführung sah, wie viel Technik in dem guten Stück steckt. Das erklärte ihm ausführlich Produktionsmitarbeiterin Jennifer Richter: „Hier ist noch viel Handarbeit dabei – daher liebe ich auch meinen Job so sehr“, sagte sie.
„Da geht man auf die Bühne und schreit in so ein Ding hinein und weiß gar nicht, wie komplex der Fertigungshergang ist“, war Maffay beeindruckt.
Und dann winkte er zum Abschluss, zurück ging’s zum Flughafen. Denn nachmittags wollte er schon wieder im Studio stehen, die nächste Platte steht an, im Herbst soll sie herauskommen. Aber vorher wird er noch einmal in Hannover Station machen: Mit Roxette, BossHoss, Blue und ClockClock spielt er am 29. Mai auf dem NDR-2-Plaza-Konzert.
Er freut sich schon auf die Konzerte seiner „Love-Places-Tour“. „Ich habe sechs Jahrzehnte Musik gemacht, und es war nie langweilig. Ich bereue nicht, dass ich mit 14 diese Entscheidung getroffen habe: Es war die beste Entscheidung meines Lebens!“, rief er unter großem Applaus seinen Sennheiser-Fans zu.