Begegnungen mit Wilhelm Busch

Michaela Konrad: „ME TRAVEL? EMBRACE THE FUTURE“ / Wilhelm Busch: „Otto Busch in der Stube des Wiedensahler Elternhauses ein Buch lesend“.Quelle: Michaela Konrad / Museum Wilhelm Busch
Hannover. Mit „Busch meets“ startet das Wilhelm-Busch-Museum eine neue Ausstellungsreie, in der die Bilder zeitgenössischer Kunstschaffender mit denen Wilhelm Buschs gegenübergestellt werden. Den Auftakt gestaltet die österreichische Künstlerin Michaela Konrad. Ihre Arbeiten greifen die Ästhetik klassischer Midcentury-Comics und historischer Werbekampagnen auf und übersetzen sie in plakative, ironisch gebrochene Appelle für bewussteren Konsum.

In Werkserien wie „Embrace the Future / Wir feiern den Verzicht“ verbinden sich optimistisch wirkende Zukunftsbilder mit kritischen Botschaften über Ressourcenverbrauch und Wegwerfmentalität. „Pictures of Tomorrow“ thematisiert die Folgen fortschreitender Naturausbeutung. Einige Motive werden in der Ausstellung per App digital erweitert und dadurch zusätzlich erfahrbar.

Im Dialog mit Konrads Siebdrucken stehen ausgewählte Arbeiten von Wilhelm Busch. Auch er galt als genauer Beobachter seiner Zeit, kritisierte Verschwendung und zeigte in seinem Werk eine enge Verbundenheit zur Natur. Die Gegenüberstellung macht deutlich, wie aktuell seine Haltung bis heute wirkt.

Geöffnet ist die Ausstellung vom 21. Februar, bis 17. Mai, jeweils dienstags bis sonntags sowie am Ostermontag von 11 bis 17 Uhr im Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur & Zeichenkunst, Georgengarten 1. R/HR
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