2,50-Euro-Menü kehrt zurück
Land finanziert günstiges Mensa-Angebot für Studierende in Niedersachsen

Gaben zum Start des Niedersachsen-Menüs in derMensa Contine am Standort Hannover mit aus: WissenschaftsministerFalko Mohrs, Landtagsabgeordnete Pippa Schneider und MichaelKnüppel(Geschäftsführer Studierendenwerk Hannover).Foto: Nico Herzog für Studierendenwerk Hannover
Hannover. Für Studierende in Niedersachsen gibt es zu Beginn des neuen Jahres eine spürbare finanzielle Entlastung. Seit Montag, 5. Januar, wird das sogenannte Niedersachsen-Menü wieder in allen Mensen der niedersächsischen Studierendenwerke angeboten. Für zunächst ein Jahr steht damit täglich ein vollständiges Mensaessen zum Preis von 2,50 Euro zur Verfügung. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Studierende und gilt landesweit, darunter auch in den Mensen des Studentenwerks Hannover.

Das Niedersachsen-Menü umfasst jeweils ein Hauptgericht sowie zwei Beilagen. Welche Speisen konkret ausgegeben werden, variiert je nach Standort und orientiert sich am regulären Speiseplan. Um eine verlässliche Planung zu ermöglichen, folgt das Angebot einem festen Wochenrhythmus: montags, mittwochs und freitags stammt das Menü aus der Linie „Veggie & Vegan“, dienstags und donnerstags aus der Linie „Fleisch & Meer“. Damit sollen unterschiedliche Ernährungsweisen gleichermaßen berücksichtigt werden.

Möglich wird die Neuauflage durch zusätzliche Landesmittel. Insgesamt stellt das Land Niedersachsen 5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel wurden von den rot-grünen Regierungsfraktionen in den Landeshaushalt eingebracht, der inzwischen beschlossen ist. Bereits in den Jahren 2023 und 2024 war das Niedersachsen-Menü Teil eines zeitlich befristeten Entlastungsprogramms und wurde nach Angaben der Studierendenwerke stark genutzt.

Wissenschaftsminister Falko Mohrs bezeichnete das Angebot als bewährtes Instrument: „Das Niedersachsen-Menü hat sich als echtes Erfolgskonzept erwiesen und wird von den Studierenden sehr gut angenommen.“ Nach Angaben des Ministeriums seien in der ersten Phase mehr als 1,5 Millionen Portionen ausgegeben worden. Mohrs betonte weiter: „Die Wiederaufnahme dieses Angebots trägt dazu bei, Studierende in ihrem Alltag zu entlasten.“

Auch die niedersächsischen Studierendenwerke begrüßen die Fortsetzung. Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft niedersächsischer Studierendenwerke (ARGE), Professor Dr. Jörg Magull, erklärte: „Wir wissen, dass Studierende unter vielfältigen Teuerungen leiden und freuen uns, wenn wir helfen können.“ Der Landeszuschuss sei „eine hilfreiche Unterstützung zum richtigen Zeitpunkt“, für die man „im Namen der Studierenden überaus dankbar“ sei. Zugleich machte die ARGE deutlich, dass die Finanzierung zunächst nur für 2026 gesichert ist. Der stellvertretende Sprecher Sönke Nimz äußerte die Hoffnung, dass es auch 2027 eine Fortsetzung geben kann.

Für Studierende ist wichtig zu wissen, dass das Niedersachsen-Menü im jeweiligen Speiseplan gesondert gekennzeichnet ist. Die Bezahlung ist ausschließlich mit Mensa- oder Hochschulkarte möglich. Nur so kann nachgewiesen werden, dass die staatlichen Zuschüsse tatsächlich Studierenden zugutekommen. Für Bedienstete und externe Gäste gelten andere Preise.

Unabhängig vom Niedersachsen-Menü bleibt auch die Sozialkomponente „Pasta & Friends“ bestehen. In dieser Menülinie wird weiterhin ein warmes Mittagessen für 2 Euro angeboten. Zusammen sollen beide Angebote dazu beitragen, die tägliche Verpflegung im Studienalltag bezahlbar zu halten. RED
Druckansicht