Besonders häufig setzte der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün auf robuste und klimaangepasste Arten. Gepflanzt wurden unter anderem 185 Eichen, vor allem Trauben-Eichen, außerdem 178 Linden verschiedener Arten, 118 Kirschbäume, 105 Ulmen-Hybriden sowie 75 Feldahorne. Viele der ausgewählten Bäume gelten als besonders insektenfreundlich und kommen besser mit trockenen und heißen Bedingungen zurecht.
Ein Schwerpunkt der Pflanzungen liegt im neuen Stadtteilpark Kronsberg-Süd. Dort entstanden allein 401 neue Bäume sowie 635 Sträucher. Zusätzlich wurden im Straßenraum des Quartiers 104 weitere Bäume gesetzt.
Doch auch in bereits dicht bebauten Stadtteilen versucht die Stadt, neue grüne Inseln zu schaffen. In der südlichen List pflanzte der Fachbereich beispielsweise 18 sogenannte Zukunftsbäume im Rahmen des städtischen 1.000-Bäume-Programms. Diese Arten gelten als besonders widerstandsfähig gegenüber Hitze und langen Trockenperioden. Denn Straßenbäume haben es in Städten zunehmend schwer. Oft bleibt ihnen zwischen Fahrbahnen, Gehwegen, Gebäuden, parkenden Autos und unterirdischen Leitungen nur wenig Platz zum Wachsen. Verdichtete Böden, Schadstoffe und Anfahrschäden setzen ihnen zusätzlich zu. Vor allem die langen Hitzephasen der vergangenen Jahre machen vielen Bäumen zu schaffen.
Die Folgen zeigen sich häufig erst nach Jahren: Straßenbäume gelten als deutlich anfälliger für Krankheiten, Pilzbefall oder Schädlinge als Bäume an natürlichen Standorten. Viele verlieren früh an Stabilität oder entwickeln abgestorbene Äste in den Kronen. Deshalb müssen sie oft bereits nach 40 bis 50 Jahren gefällt werden.
Auch neue Pflanzungen sind vielerorts kompliziert. Unterirdische Versorgungsleitungen, enge Flächen oder Fundamente erschweren die Suche nach geeigneten Standorten.
Unterstützung erhält die Stadt bei Nachpflanzungen auch von Bürgern, Unternehmen, Vereinen und Verbänden, die Baumspenden finanzieren. Eine besondere Pflanzung fand zuletzt am Arthur-Menge-Ufer statt. Anlass war das 50-jährige Bestehen des Arbeitskreises Stadtbäume der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz. Dort wurde symbolisch ein Felsen-Ahorn gepflanzt.
Aktuell stehen nach Angaben der Stadt mehr als 50.700 Straßenbäume in Hannover. Hinzu kommen rund 170.000 Bäume in Parks und Grünanlagen.