Beim entspannten Beisammensein kamen schnell wieder besondere Aktionen von damals hoch. „Einmal im Englischunterricht war die Lehrerin nur mit drei Schülerinnen in der Klasse, weil die anderen sich im Schulgebäude versteckt hatten“, sagt Hohnroth. „Nur die drei Angsthasen sind im Klassenraum geblieben – ich gehörte auch dazu.“ Die anderen bekamen später einen Eintrag ins Klassenbuch.
„Auch gab es den Klassiker, die Lehrkräfte mit Papierbällchen zu bewerfen, wenn sie was an die Tafel geschrieben haben. Das haben natürlich nur die Jungs gemacht“, so Hohnroth weiter. Ohne einen Namen zu nennen, erinnert sie sich noch an eine Mitschülerin, die ihre Stifte immer besonders spitz angespitzt hat. „Sie brauchte viel mehr Stifte als alle anderen.“ Auch von Klassenfahrten blieben lustige Geschichten hängen. „Wir waren in Höxter und zwei Jungs sind abends schon mal in die Mädchenzimmer gegangen und plötzlich war Alarm ausgelöst“, schildert Hohnroth. „Der Lehrer stand an der Ecke an den Mädchenzimmern, um alles zu beobachten. Der eine Junge ist panisch aus dem Zimmer gerannt und hat dem Lehrer so auf den Fuß getreten, dass der Zeh dick und blau wurde.“ Der Lehrer konnte sich noch immer an den Schüler erinnern. „Die beiden haben sich köstlich amüsiert“, sagt Hohnroth.
Sonst seien die Schüler sowie die Lehrkräfte stets nett zueinander gewesen. Als gutes Zeichen wertet Hohnroth, dass die Lehrkräfte gerne zum Klassentreffen hinzukommen. „Bei anderen Jahrgängen würden sie schon mal schwänzen“, berichtet sie.
Das letzte Wiedersehen gab es vor 15 Jahren. Bis zum nächsten soll aber nicht wieder so viel Zeit vergehen. Die Organisatorin plant, in fünf Jahren wieder ein Treffen zu veranstalten. „Dann können vielleicht auch die, die jetzt im Urlaub waren.“