„Die fünf Kandidaten könnten unterschiedlicher kaum sein. Genau das macht die Wahl so spannend“, sagt Lamin Neffati, Pressesprecher des NABU Niedersachsen. Zugvögel, Gebäudebrüter sowie Bewohner von Feuchtgebieten und Fließgewässern seien auf geeignete Lebens- und Bruträume angewiesen.
Der Kolkrabe tritt mit dem Motto „Schwarze Federn, helles Köpfchen“ an, der Kranich mit „Allzeit nasse Füße“. Die gefährdete Mehlschwalbe wirbt unter „Auf gute Nachbarschaft“ für den Schutz von Gebäudebrütern und Insekten. Der ebenfalls gefährdete Trauerschnäpper steht mit „Mach Tempo fürs Klima“ für den Klimaschutz. Die Wasseramsel, Deutschlands einziger tauchender Singvogel, wirbt mit „Klarer Bach, klarer Fall“ für naturnahe Fließgewässer.
Insektenrückgang, Klimakrise, intensive Landnutzung und fehlende Brutplätze setzen vielen Vogelarten zu. In Niedersachsen zeigt sich der Konflikt etwa im Voslapper Groden Nord in Wilhelmshaven. Das Natur- und EU-Vogelschutzgebiet ist Brutgebiet unter anderem für Rohrdommel, Blaukehlchen und Schilfrohrsänger. Dort soll fossile Energieimportinfrastruktur entstehen. Ein Eilantrag von NABU Niedersachsen, DUH und BUND stoppte die weitere Umsetzung des dafür notwendigen Bebauungsplans zunächst.