Sommernächte mit tierischer Flugshow
Fledermäuse erleben: NABU lädt zur familienfreundlichen Nachtwanderung ein

Braunes LangohrFoto: Eckhard Grimmberger
Laatzen. Fledermäuse gehören zu den heimlichen Bewohnern von Städten und Landschaften. Besonders im Spätsommer lassen sich die Tiere gut beobachten, wenn sie in der Dämmerung auf Nahrungssuche gehen. Anlässlich der Internationalen Fledermausnacht lädt der NABU Laatzen am Freitag, 28. August, ab 19.45 Uhr zu einer kindgerechten Nachtwanderung ein.

Der gemeinsame Spaziergang führt von Alt-Laatzen zum Rodelberg. Unterwegs sollen Fledermäuse am Abendhimmel beobachtet werden. Da die für Menschen nicht wahrnehmbaren Rufe der Tiere im Ultraschallbereich liegen, kommt bei der Wanderung ein Detektor zum Einsatz, der die Laute hörbar macht.

Treffpunkt ist am Marktplatz Alt-Laatzen an der Ecke Eichstraße/Wiesenstraße. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Taschenlampen dürfen bei der Wanderung nicht benutzt werden. Eine Anmeldung per E-Mail an corinna.john@nabu-laatzen.de ist erforderlich. Per E-Mail werden die angemeldeten Teilnehmenden auch informiert, falls die Veranstaltung aufgrund des Wetters nicht stattfinden kann.

Die Internationale Fledermausnacht wird seit 1997 jährlich am letzten Wochenende im August veranstaltet. Naturschutzorganisationen in zahlreichen europäischen Ländern nutzen den Termin, um über die Lebensweise der Tiere und ihre Gefährdung zu informieren. In Deutschland kommen 25 Fledermausarten vor. Drei davon sind akut vom Aussterben bedroht, vier gelten als stark gefährdet und weitere drei als gefährdet.

Zu den Problemen für die nachtaktiven Säugetiere zählen der Rückgang von Insekten und der Verlust geeigneter Quartiere. Fledermäuse suchen ihre Verstecke häufig auf Dachböden, in Kellern sowie hinter Rollläden oder Fassadenelementen. Bei Bau- und Sanierungsarbeiten können solche Rückzugsorte verloren gehen. Nach Angaben des NABU lassen sich bestehende Quartiere jedoch in vielen Fällen auch bei einer Sanierung erhalten.

Zusätzliche Unterschlupfmöglichkeiten können Fledermausbretter, Flachkästen oder Höhlenkästen bieten. Solche Quartiere sind im Fachhandel erhältlich und können auch selbst gebaut werden. Darüber hinaus lässt sich das Nahrungsangebot für Fledermäuse durch eine naturnahe Gartengestaltung verbessern. Nachtblühende und nektarreiche Pflanzen ziehen Insekten an, die den Tieren als Nahrung dienen. Auch ein Verzicht auf Gift, das Anlegen eines Teiches sowie der Erhalt alter Obstbäume können dazu beitragen, geeignete Lebensräume für Insekten und damit auch für Fledermäuse zu schaffen. RED
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