Schandfleck wird zum Hingucker
V erein Ingeln-Oesselse aktiv veranstaltet Streetart-Workshopmit Jugendlichen

Kreativer Einsatz: Jugendliche haben die alte Jugendhütte an der Pappelallee optisch aufgewertet.Fotos (3): Ingeln-Oesselse aktiv
Laatzen. Die „Jugendhütte“ am Spielplatz an der Pappelallee in Ingeln-Oesselse ist in die Jahre gekommen. Das Dach ist abgängig, die Wände beschmiert mit wilden Graffiti und auch ringsherum ist der Bereich nicht wirklich ansehnlich für Kinder, Jugendliche und Spaziergänger. „Das konnte so nicht bleiben“, sagt Martin Brütting vom Verein Ingeln-Oesselse aktiv. Daher kam den Aktiven des Vereins die Idee, gemeinsam mit den Jugendlichen aus dem Dorf aus diesem Schandfleck einen echten Hingucker zu zaubern.

Der Verein wandte sich an die Stadt Laatzen und erhielt dort Unterstützung. Bereits im vergangenen Jahr wurde seitens der Stadt das Dach repariert und kürzlich für die bevorstehende Neugestaltung die alten Graffiti entfernt und die Fläche grundiert. „Das war mehr, als wir uns erhofft haben und bietet die perfekte Grundlage für unser Vorhaben“, erklärt Brütting.

Zusammen mit dem Künstler Michael Rofka aus Ingeln-Oesselse und den Jugendlichen Erik, Jonas und Aron fanden vorbereitend einige Workshops in der „Alten Schule“ in Ingeln statt. Es wurden Grundlagen wie Perspektive, Fluchtpunkt, Komplementärfarben, Motive und Farbgestaltung besprochen, erste Ideen gesammelt und erarbeitet sowie berechnet, wie viel und welches Material benötigt wird.

Die Kosten für das Material übernahm der Verein Ingeln-Oesselse aktiv. „Hoch motiviert, mit viel Spaß und einer beeindruckenden Professionalität brachten Erik, Jonas und Aron ihre Ideen und Entwürfe auf die Fläche und änderten diese zwischendurch“, sagt Brütting.

50 Spraydosen und knapp zwei Wochen später kann sich das Ergebnis mehr als sehen lassen: Auf der großen Front prangt nun der Ortsname in moderner Graffittischrift, eingefügt in eine ortstypische Agrarlandschaft, welche sich um die Seiten herumzieht. Blickt man linksherum, bekommt man dann das Ortsschild sowie die im Ort befindliche Kirche, ein Windrad und eine Friedenstaube zu sehen. Lässt man den Blick nach rechts schweifen, schaut ein kleiner Regenwurm aus der Erde, welcher sich dagegen sträubt vom herumwirbelnden tasmanischen Teufel aus der Ingeln-Oesselser Erde gezogen zu werden, während Bugs Bunny dabei nur lächelnd zusieht.



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