Mit der Rikscha
ins Grüne
Bürgerstiftung Hemmingenkauft dreirädriges Gefährt für knapp 7000 Euro

Präsentieren die erste Rikscha der Bürgerstiftung: Michael Akmann (links), Kai Siegel, Krimhilde Wehrmann (sitzend links) und Erika Reinke.Foto: Tobias Lehmann
Hemmingen. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenheims Rosenpark in Hemmingen-Westerfeld und der Seniorenresidenz in Arnum dürfen sich künftig auf Ausfahrten ins Grüne freuen. Das Besondere dabei: Sie werden dabei in einer Rikscha transportiert. Die Bürgerstiftung Hemmingen hat das dreirädrige Gefährt für rund 7000 Euro gekauft. Für den Vorstandsvorsitzenden Michael Akmann ist dies ein Leuchtturmprojekt zum 20-jährigen Bestehen der Stiftung. „Wir glauben, dass wir damit besonders älteren Menschen eine Freude machen können. Für uns hat es den Vorteil, dass wir als Bürgerstiftung auch öffentlich noch mehr wahrgenommen werden“, sagt er.

Die rund 70 Kilogramm schwere Rikscha hat einen 625 Wattstunden starken Akku und verfügt über eine Fünfgangschaltung. Zur Einweisung hat sich die Bürgerstiftung einen Vertreter der Bürgerinitiative Braunschweig dazugeholt. Dort sind bereits 21 Rikschas regelmäßig unterwegs. „Die Schulung und der entsprechende Nachweis sind wichtig, um im Ernstfall die Haftpflichtversicherung des Landes Niedersachsen in Anspruch nehmen zu dürfen“, sagt Bürgerstiftungssprecher Michael Zgoll. Acht Bürgerinnen und Bürger aus Hemmingen haben die Berechtigung zum Transport von Menschen in der Rikscha erworben und dürfen sich jetzt ehrenamtliche „Piloten“ nennen. Der sogenannte „Kapitän“ und damit auch Organisator der Fahrten ist Kai Siegel.

Die Rikscha soll im Seniorenheim Rosenpark untergebracht werden. Doch sie steht auch der Seniorenresidenz Arnum kostenlos zur Verfügung. „Wir werden die Termine mit den Heimleitungen koordinieren“, sagt Siegel. Die rund 45-minütigen Fahrten können ins Grüne führen oder auch mal zum Markt oder zu einer Eisdiele. Die 79-jährige Krimhild Wehrmann freut sich schon auf die erste Ausfahrt mit der Rikscha. „Es wird einfach schön sein, hier gelegentlich mal rauszukommen und die Stadt zu sehen“, sagt sie.

Michael Akmann kündigt an, dass die Bürgerstiftung sich jetzt ein Jahr anschauen wird, wie die Rikscha angenommen wird. „Möglicherweise stocken wir dann noch auf“, sagt er. Weitere Fahrerinnen und Fahrer werden gesucht. Gelegentlich kommt die Rikscha auch bei besonderen Veranstaltungen zum Einsatz. So sollen etwa Paare, die an der Aktion „einfach heiraten“ in der St.-Vitus-Kirche in Wilkenburg Ende Juni teilnehmen, die Möglichkeit zu einer spontanen Ausfahrt mit der Rikscha bekommen.

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