Für Fahrgäste in Kommunen wie Pattensen bedeutet das eine spürbare Verbesserung des Angebots. Der sprinti ergänzt dort den klassischen öffentlichen Nahverkehr, insbesondere in Bereichen mit geringer Taktung oder fehlenden Linien. Statt fester Fahrpläne wird die Fahrt individuell gebucht: Per App wählen Nutzer Start und Ziel, anschließend wird ein Fahrzeug zu einer nahegelegenen virtuellen Haltestelle geschickt, die maximal 150 Meter entfernt liegt.
Das System richtet sich damit gezielt an den Alltag im ländlich geprägten Raum. Wer etwa in Pattensen unterwegs ist, kann flexibel Fahrten innerhalb der Tarifzone buchen, ohne auf feste Abfahrtszeiten angewiesen zu sein. Voraussetzung ist lediglich ein gültiges Ticket des Verkehrsverbunds. Die Fahrzeuge bieten Platz für bis zu sechs Fahrgäste und sind auch für Rollstühle oder Kinderwagen ausgelegt. Wer einen Rollstuhl nutzt, kann dies im Kundenprofil angeben, um ein rollstuhlgerechtes Fahrzeug zu garantieren.
Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz sagt dazu: „Sprinti reitet weiterhin auf einer Erfolgswelle. Bald fünf Jahre nach der Test-Einführung nutzen mehr Menschen denn je das Angebot – im März zuletzt mit mehr als 150.000 Menschen ein neuer Spitzenwert. Dass wir mit elektrischen Kult-Bullis nun auch noch Fahrzeuge mit richtig Stallgeruch bei uns in der Flotte haben, freut mich umso mehr. Die Elektrifizierung der sprinti-Flotte ist ein wichtiger Baustein für unseren Verkehrsentwicklungsplan 2035, da hilft uns jedes Fahrzeug, das emissionsfrei unterwegs ist.“
Die steigenden Nutzungszahlen zeigen die wachsende Bedeutung des Angebots: Zuletzt wurden im März mehr als 150.000 Fahrgäste gezählt. Insgesamt summieren sich die Fahrten seit Einführung im Jahr 2021 auf rund vier Millionen. Mit der stärkeren Elektrifizierung soll der Dienst nun nicht nur flexibler, sondern auch umweltfreundlicher werden.
Für die Region ergibt sich daraus ein doppelter Effekt: Einerseits verbessert sich die Mobilität gerade außerhalb dichter Stadtgebiete, andererseits wird der Verkehr schrittweise emissionsärmer organisiert. Die Verbindung aus digital gesteuertem Rufsystem und lokal produzierten Elektrofahrzeugen gilt dabei als Modell für zukünftige Mobilitätskonzepte.