Vorsicht: Kratzer
Für Balkonsolaranlagen kann vor Beginn der warmen Jahreszeit ein kleiner Check sinnvoll sein –inklusive Putzen. Zu ruppig sollte man aber nicht vorgehen.

Damit das Balkonkraftwerk auch volle Leistung bringen kann, braucht es gelegentlich eine Reinigung.Foto: Sebastian Gollnow/dpa
In der warmen Jahreszeit haben sie ihre Hochleistungsphase: Balkonsolaranlagen. Dafür kann jetzt ein kleiner Check sinnvoll sein - inklusive Reinigung. Doch Vorsicht: Nicht zu ruppig vorgehen.

Ein üppig bepflanzter Balkon, eine stark befahrene Straße oder staubige Feldwege nebenan: Sie alle können dafür sorgen, dass die Balkonsolaranlage verhältnismäßig schnell verschmutzt – und weniger Leistung bringt. Spätestens wenn sich Staub, Pollen oder gar Erde sichtbar an den Modulen ablagern oder sich dort Moos bildet, ist es Zeit für eine Reinigung, empfiehlt das Informationsprogramm Zukunft Altbau.

Die gute Nachricht: Diese können Sie in der Regel selbst übernehmen – zumindest wenn das Modul vom Balkon oder von der Terrasse aus gut zu erreichen ist. Grober Schmutz lässt sich den Angaben zufolge vorsichtig mit der Hand oder einem weichen Besen entfernen.

Anschließend kann man mit der weichen Seite eines gewöhnlichen Schwamms oder mit einem Tuch nacharbeiten. Als Reinigungsmittel eignen sich Wasser mit etwas Spülmittel oder handelsüblicher Glasreiniger. Anschließend das Modul mit einem Geschirrtuch oder einem Mikrofasertuch vorsichtig trockenreiben.

Bei flexiblen Modulen mit Kunststoffoberfläche empfiehlt Zukunft Altbau nur mit einem weichen Tuch zu arbeiten. Auf Metallschwämme sollte man ohnehin verzichten: Sie können die Oberfläche zerkratzen. Die Folge: ein geringerer Stromertrag des Balkonkraftwerks. Auch von Hochdruckreinigern rät das Informationsprogramm ab: Mit ihnen kann man demnach die Elektronik der Anlage beeinträchtigen.

Gut zu wissen: Am besten reinigt man die Balkonsolaranlage bei gemäßigten Temperaturen und bedecktem Himmel. Denn im Sommer bei Hitze trocknet das Reinigungswasser zu schnell in der prallen Sonne, es entstehen Streifen – ähnlich wie bei Fensterscheiben.

Vom Netz nehmen muss man die Anlage für die Reinigung übrigens nicht zwingend. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, könne den Stecker dennoch ziehen, so Zukunft Altbau.

E mpfehlenswert sei es auch, beim Reinigen die Technik einmal in den Blick zu nehmen. Sitzt der Stecker fest in der Steckdose? Sind alle Kabel unbeschädigt und korrekt angeschlossen? Leuchtet der Wechselrichter, der meist auf der Rückseite des Moduls ist, grün? Rotes oder grün-rotes Leuchten an dieser Stelle weisen auf eine Störung hin. Dann oder bei sichtbaren Schäden an Kabeln oder Steckern sind Fachleute gefragt. Gleiches gilt übrigens auch für die Reinigung, wenn Sie nicht selbst bequem und ohne Gefahr an Ihre Balkonsolaranlage herankommen.
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