Tutanchamuns
Grabschatz in Hannover
Die Alte Druckerei bietet eine Zeitreise in das Reich der Pharaonen

Die Grabkammern von Tutanchamun werden in Hannover nachgebildet und als immersives Erlebnis präsentiert.Foto: TheodorOskar Krath
Hannover. Die Entdeckung des Grabs von König Tutanchamun zählt zu den spannendsten historischen Ereignissen der Weltgeschichte. Als der britische Archäologe Howard Carter 1922 im Tal der Könige in Ägypten das nahezu intakte Grab öffnete, bot sich ihm ein unfassbarer Anblick. Interessierte können diesen Moment bald in Hannover nacherleben.

Carter fand in einer Art Schatzkammer königlichen Schmuck, heilige Artefakte, alte Waffen und sogar Musikinstrumente. Das Grab wurde aufwendig untersucht und enthielt insgesamt 5398 Objekte. Darunter auch das 1925 gefundene und bekannteste Fundstück: die goldene Totenmaske des Tutanchamun – mehr als 3000 Jahre alt, etwa zehn Kilogramm schwer, fast vollständig aus 23-karätigem Gold. Sie kommt jetzt zum ersten Mal als Replik und digital nach Hannover.

Mit der neuen Ausstellung „Tutanchamun: Ein Immersives Abenteuer“ von COFO Entertainment aus Passau kann man sich in Hannover einen Eindruck von diesem Schatz machen. Denn die Ausstellung zum legendären Pharao möchte das alte Ägypten zum Leben erwecken und bietet dank moderner Technologie einen neuen Zugang zu den archäologischen Entdeckungen und deren Geschichte

In der Alten Druckerei auf dem Pressehaus-Gelände werden dafür vom 6. Mai an etwa 800 detailgetreue Rekonstruktionen ausgestellt. Der Ticketverkauf beginnt am Freitag, 6. März 2026, um 10 Uhr unter tickets.haz.de und in den Geschäftsstellen der HAZ und Neuen Presse zum Beispiel an der Langen Laube.

Für den Ägyptologen und Kurator der Ausstellung, Dr. Wolfgang Wettengel, sind die Geschichte des Pharaos und die des Entdeckers Howard Carter von vielen spannenden Mythen geprägt. „In diesem Umfang und dieser Intensität sind Leben und Tod von Tutanchamun und die Entdeckung seines Grabes und des einzigartigen Schatzes erstmalig in einer Ausstellung erlebbar.“ Die nachgebildete Grabkammer wird als immersive Erfahrung präsentiert. Mit Soundlandschaften und Videotechnik wird Besuchern und Besucherinnen die Geschichte der Entdeckung auf moderne Art vermittelt. Sie haben die Gelegenheit, die Schätze des Pharaos so zu erleben, wie Howard Carter sie vor mehr als einem Jahrhundert vorgefunden hat.

Für die sogenannte immersive (eintauchende) Zeitreise begeben sich die Besucher und Besucherinnen ins Tal der Könige, wo sie die Ausgrabung miterleben, bevor sie die lebhaften Straßen von Kairo und den geschäftigen Basar erreichen.

Durch 360°-Technologie erleben Besucher und Besucherinnen das alte Ägypten und folgen dem König über die Grenzen des irdischen Lebens hinaus auf seine Reise ins Leben nach dem Tod und werden Zeugen seiner Verwandlung vom sterblichen Herrscher zum ewigen Sonnengott. Die Ausstellung bietet eine Virtual-Reality-Reise und setzt zusätzlich auf Virtual-Reality-Brillen.

Das Gelände des Pressehauses an der August-Madsack-Straße 1 bietet ganz analoge Parkplätze und ist bequem mit der Stadtbahnlinie 6 erreichbar.

Druckansicht