Die antike Welt war stark von Städten geprägt. Im Römischen Reich bildeten sie die Grundlage für Verwaltung, Rechtspflege und wirtschaftliche Aktivitäten. Zudem boten sie Einrichtungen wie Thermen, Theater oder Arenen. Für die germanische Kultur hingegen war das Leben in Städten ungewohnt. Um dennoch römische Strukturen zu verankern, gründeten die Römer in den neuen Provinzen eigene Städte. Am Rhein entstand etwa Köln, das auch als Zentrum des Kaiserkultes für die germanischen Gebiete gedacht war. Antike Quellen berichten zudem von Stadtgründungen weit im Inneren Germaniens. Lange galten solche Hinweise als zweifelhaft. Archäologische Funde haben dieses Bild jedoch verändert: In Waldgirmes wurde ein römisches Forum mit einer lebensgroßen Reiterstatue entdeckt, vermutlich des Kaisers Augustus. Auch bei Marktbreit fanden sich Überreste einer geplanten Stadtanlage.
Der Vortrag geht der Frage nach, ob es weitere solche Orte gegeben haben könnte. Überliefert sind mehrere antike Ortsnamen in Germanien, deren genaue Lage bis heute unklar ist. Dazu gehört auch der rätselhafte Ort Tulifurdum. Die Veranstaltung findet im Infocenter des Römerlagers Wilkenburg am Ende der Straße „Dicken Riede“ statt. Parkmöglichkeiten bestehen unter anderem auf dem Parkplatz am Friedhof an der Wilkenburger Straße.