Die Eisschwimmerin trainiert im Winter zwei- bis dreimal pro Woche im Silbersee und im Döhrener See, um sich an die extremen Bedingungen zu gewöhnen. Eiskaltes Wasser ist für sie kein Hindernis, sondern Trainingspartner. Diese konsequente Vorbereitung bildete die Grundlage für ihre bisherigen Wettkämpfe.
Begonnen hatte die Saison im November mit dem Silbersee Ice Cup in Langenhagen, dem Auftakt des Deutschland Ice Cups. Die deutschlandweite Serie wird inzwischen auch vom Deutschen Schwimm-Verband anerkannt und unterstützt. Über 50 m, 250 m und 500 m Freistil sammelte Rubien Punkte für die Gesamtwertung und belegte in ihrer Altersklasse den 3. Platz. Für die Hemmingerin ist Winterschwimmen mehr als sportlicher Wettbewerb. Jeder Start im kalten Wasser verlangt Konzentration, Erfahrung und mentale Stärke. Diese Haltung gibt sie weiter: Als zertifizierte DSV Ice Swimming Instructor begleitet sie regelmäßig Interessierte beim Einstieg ins Kaltbaden und Eisschwimmen. Sicherheit habe dabei oberste Priorität, betont sie – diese Sportart sollte niemals allein ausgeübt werden.
Mit der Weltmeisterschaft in Finnland steht nun der Abschluss einer intensiven Saison bevor. Unabhängig von den aktuellen Temperaturen bleibt ihr Ziel klar: bestmöglich vorbereitet an den Start zu gehen.
Eisschwimmen bezeichnet Wettkämpfe bei Wassertemperaturen unter 5 Grad Celsius. Beim Winterschwimmen kann die Temperatur auch darüber liegen, etwa für Rekordanerkennungen. Geschwommen wird meist in Seen oder in eigens vorbereiteten Wettkampfbecken. Die Distanzen reichen von 25 m und 50 m bis zu 1000 m. Voraussetzung sind eine gute gesundheitliche Verfassung und eine behutsame Gewöhnung an die Kälte. Neben körperlicher Anpassung fördert der Sport insbesondere mentale Stärke und Körperwahrnehmung.