Forsetzung von Seite 1
Die psychosoziale Akuthilfe richtet sich an alle Altersgruppen. Bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen gibt es ein speziell ausgebildetes Team, zu dem Lisa Kohlenberg gehört. Das Notfallset im Einsatzwagen des Krisenmanagements enthält unter anderem Kuscheltiere und Malbücher. „Kinder brauchen eine besonders auf sie angepasste Hilfe“, sagt die Erzieherin, Heilpädagogin und zweifache Mutter.Verständigt werden die Ehrenamtlichen bei schweren Unglücks- und Notfällen über die Leitstelle Hannover. „Ein DRK-Fachbearbeiter entscheidet dann je nach Lagebild, ob wir ausrücken“, erklärt Wöbbecke. Dabei decken die Ehrenamtlichen des DRK eine Rufbereitschaft rund um die Uhr ab.
Damit die Einsätze für sie selbst nicht belastend werden, arbeiten sie immer in Zweierteams und erhalten ebenfalls Supervision. „Je öfter man darüber spricht, desto besser verarbeitet man belastende Ereignisse“, sagt der Leiter der Psychosozialen Notfallversorgung des DRK in der Region Hannover.
„In ganz Deutschland gibt es keine Einrichtung der Psychosozialen Notfallversorgung, die in der Breite so gut aufgestellt ist wie wir“, betont Co-Leiter Meyer.
Die Einsatzzahlen des Kompetenzzentrums haben sich seit seiner Gründung fast verdoppelt: Wurden 2024 zwölf Einsätze durchgeführt, waren es 2025 schon 21. Dabei bekommt das Team auch viele Anfragen von außerhalb der Region Hannover und sogar aus anderen Bundesländern. Nach einem schweren Unfall habe das Team unlängst per Video und Telefon eine Reisegruppe aus Nordrhein-Westfalen betreut.Aktuell gehören 28 Menschen zum Team, doch es könnten mehr sein. „Wir suchen noch weitere Helfer“, sagt Wöbbecke. Denn die Anfragen nehmen stetig zu.