Vor genau einem Jahr hatten mehr als 40 Bürgerinnen und Bürger bereits einen Workshop besucht – daran erinnert die CDU-Ortsratsfrau Gundhild Fiedler-Dreyer. Seinerzeit ging es um die Nachnutzung des Feuerwehrgerätehauses an der Bokumer Straße. Doch die Option, das Gebäude nach dem Umzug der Einsatzkräfte in einen Neubau als Treffpunkt zu nutzen – wie es in einer Petition vorgeschlagen wurde – scheint nur schwer realisierbar.
Vertreter der Verwaltung, nicht zuletzt Stadtbaurat Hauke Schröder und Bürgermeister Kai Eggert (parteilos), hatten wiederholt auf fehlende Rettungswege und weitere Brandschutzauflagen hingewiesen. Das in den Achtzigerjahren in Eigenregie errichtete Feuerwehrhaus so herzurichten, dass sich dort offiziell Gruppen aufhalten dürfen, wäre eine anspruchsvolle Aufgabe. Zudem ist fraglich, ob die stark verschuldete Kommune das Geld für alle nötige Umbauten bereitstellt. Auch müsste der Bebauungsplan geändert werden. Bis das Doppeldorf neben dem kirchlichen Gemeindehaus und dem DRK-Stümpelhof wieder einen städtischen Treffpunkt bekommt, wird es wohl noch Jahre dauern. Bürgermeister Eggert hatte sich jüngst dafür ausgesprochen, zunächst den Auszug der Feuerwehr abzuwarten. Der Umzug in den 9,5 Millionen Euro teuren Neubau an der Straße Am Holzfeld war zuletzt für Herbst 2027 vorgesehen. Der seit Jahren gesperrte und zuletzt wegen Bodenbewegungen einsturzgefährdete Jugendtreff Alte Penne wurde erst vor wenigen Wochen abgerissen.
Bei dem geplanten Workshop im Januar will sich die Ortspolitik mit der Verwaltung austauschen. Zusammen mit Einwohnern solle nach Ideen gesucht werden, wie und wo eine passende Bleibe für alle zu finden ist, erklärt Ortsratsfrau Fiedler-Dreyer. Mit dabei sein sollen nach ihren Informationen Fachbereichsleiter Stephan Bunjes und ein weiterer Vertreter aus dem Team Soziales. Der öffentliche Austausch beginnt am Mittwoch, 21. Januar, um 19 Uhr im Stümpelhof, Dorfbrunnenstraße 19.