Hemmingen-Westerfeld
ist Wunschort Nummer eins
Ergebnisse der Online-Umfrage: Große Mehrheitder Jugendlichen wünscht sich mehr Aufenthaltsplätze

Der Grünzug zwischen der Sundernstraße und demalten Dorf.Foto (Archiv): Andreas Zimmer
Hemmingen. Das Jugendparlament fordert vier neue Aufenthaltsplätze für junge Menschen. Diese sollen in Arnum, Hemmingen-Westerfeld, Hiddestorf und Wilkenburg angelegt werden. Das teilt Jugendbürgermeister Ole Intemann mit.

Der Antrag beruht auf den Ergebnissen der mittlerweile abgeschlossenen Online-Umfrage zu dem Thema, an der insgesamt 314 Jugendliche mit einem Durchschnittsalter von 14,3 Jahren teilgenommen haben. „Wir sind mit dieser Beteiligung sehr zufrieden“, sagt Intemann.

Das Jugendparlament hatte für die Umfrage unter anderem auf Social-Media-Kanälen geworben und zudem die Schülerinnen und Schüler der KGS Hemmingen per E-Mail angeschrieben.

78,7 Prozent der Teilnehmenden wünschen sich mehr Aufenthaltsplätze für junge Leute in Hemmingen. 9,9 Prozent halten das nicht für notwendig, und 11,5 Prozent enthielten sich. Das Jugendparlament sieht sich damit in seiner Annahme bestätigt. Aktuell gibt es im Stadtgebiet zwar 34 Spielplätze, aber kaum geeignete Orte für die Jugend. Obwohl die meisten der Teilnehmenden aus Arnum kommen, wünscht sich eine Mehrheit von 65 Prozent zunächst einen Aufenthaltsplatz in Hemmingen-Westerfeld. Das ist auch der Stadtteil, in dem sich die meisten Jugendlichen der Umfrage nach hauptsächlich aufhalten. Weitere Aufenthaltsplätze werden sich der Reihenfolge nach in Arnum, Wilkenburg und Hiddestorf gewünscht. Dass Wilkenburg hier so weit vorne liegt, hat auch Intemann überrascht. „Die Nähe zum See ist dort sehr attraktiv“, sagt er. Aus Sicht des Jugendbürgermeisters könnte die Anlage von neuen Aufenthaltsplätzen auch die Situation an anderen Orten verbessern. Aktuell geben die Jugendlichen in der Umfrage an, dass sie sich vor allem an Schulen und Spielplätzen aufhalten. Beide Orte sind für die Altersklasse nicht optimal. Das Jugendparlament hat sich dazu mit den Leitungen der drei Grundschulen in Arnum, Hemmingen-Westerfeld und Hiddestorf sowie der KGS in Hemmingen-Westerfeld ausgetauscht. Alle gaben an, dass es ein großer Aufwand sei, die Hinterlassenschaften der Jugendlichen immer wieder aufräumen zu müssen. So seien immer wieder Scherben verschiedener Flaschen alkoholhaltiger Getränke oder abgebrannte Joints zu finden. Auch die Polizei spricht laut Intemann davon, dass neue Aufenthaltsplätze das Problem verringern könnten.

Für Hemmingen-Westerfeld schlägt das Jugendparlament sogar schon einen konkreten Ort vor: den Rodelberg hinter den Tennisplätzen an der Sundernstraße. „Dort sind Supermärkte und die Bahn in direkter Nähe, und es ist etwas isolierter“, sagt Intemann. Auch für Arnum regt das Jugendparlament an, den neuen Platz möglichst in der Nähe der Supermärkte anzulegen. Die Jugendlichen hatten in der Umfrage angegeben, dass ihnen das wichtig ist. Für Hiddestorf mit Ohlendorf und Wilkenburg macht das Jugendparlament keine Vorschläge. „Hier kennen wir auch die privaten Eigentumsverhältnisse nicht. Dort sollte die Stadtverwaltung Vorschläge machen“, sagt Intemann.

Fast 80 Prozent der Jugendlichen geben zudem an, dass Sitzmöglichkeiten auf den Plätzen für sie besonders wichtig sind. „Diese sollten zumindest teilweise auch überdacht sein“, sagt Intemann. Weiterhin wären kleinere Sportgeräte wie zum Beispiel Tischtennisplatten schön. Auch Mülleimer sollten aufgestellt werden, sagt der Jugendbürgermeister. Das Jugendparlament will sich im Januar mit der Stadtverwaltung besprechen. Intemann möchte die Genehmigung für die vier Jugendplätze gerne noch in seiner Amtszeit bis Ende Juni 2026 bekommen. „Die Umsetzung kann dann anschließend erfolgen“, sagt er.



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