Südlich der Leinebrücke in Rethen hat der Biber mehrere Bäume deutlich angenagt. Durch die Schäden ist bei einzelnen Stämmen die Stand- und Bruchsicherheit beeinträchtigt. Ein Teil der Fraßstellen besteht nach Angaben der Stadtverwaltung bereits seit längerer Zeit. Bislang habe jedoch keine unmittelbare Gefahr für den Weg bestanden, weil ein möglicher Umsturz der betroffenen Bäume aufgrund ihrer Lage ausschließlich in die Leine geführt hätte. Neu ist nun, dass auch eine Weide betroffen ist, deren Standfestigkeit so stark geschwächt wurde, dass sie in Richtung des Spazierwegs kippen könnte. Damit liegt nach Einschätzung der Stadt eine konkrete Gefährdung der Verkehrssicherheit vor. Um die Nutzung des Weges in diesem Bereich zu unterbinden und Unfälle zu vermeiden, wurde das Wegstück mit einer Länge von rund 430 Metern gesperrt. Eine kurzfristige Fällung oder Sicherung der betroffenen Bäume ist derzeit nicht möglich. Der Weg ist sehr schmal, außerdem erschweren dichtes Busch- und Strauchwerk sowie die Lage im Landschaftsschutzgebiet den Einsatz von Maschinen. Im Januar ist eine Abstimmung mit dem zuständigen Unterhaltungsverband Mittlere Leine GLV 52 sowie der Region Hannover als Untere Naturschutzbehörde vorgesehen. Dabei soll geklärt werden, welche Maßnahmen in welchem Umfang zulässig, praktisch umsetzbar und wirtschaftlich vertretbar sind. Bis zu einer Entscheidung bleibt der Abschnitt aus Sicherheitsgründen geschlossen.