Mit rund 25 Millionen Euro ist die Errichtung des dreistöckigen Gebäudes das größte Bauvorhaben in der Geschichte der Stadt. Gibt es architektonische Besonderheiten, die das Haus von anderen absetzen? Freitag stockt kurz. „Wir können nicht mit jedem Gebäude solche Standards setzen wie mit der Mensa der Grundschule Hemmingen“, sagt er. Das von ihm benannte Gebäude wurde nach der sogenannten Cradle-to-Cradle-Methode (C2C) errichtet, die bei eingesetzten Materialien eine echte Kreislaufwirtschaft ermöglicht, die kaum Abfall produziert. Das ist so besonders, dass jüngst sogar der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) zur Besichtigung vorbeikam. Doch auch der KGS-Neubau kann sich sehen lassen.
„Der Neubau für die KGS und die Musikschule wird einfach ein modernes Gebäude sein. Mich beeindruckt besonders, wie gut es hier in die Landschaft passt“, sagt Sven Baumgarte vom Verwaltungsvorstand im Rathaus. Als er vor einigen Jahren die ersten Pläne sah, hatte Baumgarte noch befürchtet, dass der Anbau in dem Ensemble mit der KGS und dem Büntebad sehr wuchtig wirken könnte. Diesen Eindruck erweckt der im November 2023 begonnene Bau jedoch nicht, obwohl das Haus immerhin 18 Klassenräume, zusätzliche Fachräume und auch noch Räume für die Musikschule enthält. Beheizt wird das Gebäude von vier Wärmepumpen auf dem Dach.
Auch Jugendbürgermeister Ole Intemann hat sich die Räume angesehen. Er hält sich mit einer Bewertung aber noch zurück. „Wie das in der Praxis für die Schülerinnen und Schüler funktioniert, lässt sich ohnehin erst nach der Eröffnung sehen“, sagt er. Bis zur Eröffnung wird die Verkehrssituation an der Hohen Bünte angespannt bleiben. Anschließend werden an dem Neubau bis zu 14 neue Parkplätze und einige Stellflächen für Elektroautos zur Verfügung stehen.