Gezeigt werden alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft sowie das Finale der WM. Los geht es am morgigen Sonntag, 14. Juni, mit dem Gruppenspiel des deutschen Teams gegen Curacao, das um 19 Uhr angepfiffen wird. Der Eintritt für die Besucher und Besucherinnen ist frei. Die Veranstaltung soll sich laut Manns aus den Einnahmen für Getränke und Speisen finanzieren.
Er hat mit seiner Firma C-Group-Hannover bereits Erfahrung bei der Ausrichtung von Public Viewings bei Fußballgroßereignissen. Manns organisierte bereits die Fanparty auf dem Waterlooplatz während der EM in Deutschland vor zwei Jahren. Zuvor hatte er schon mehrfach zu Public Viewings in Linden eingeladen, auf der Fährmannswiese sowie auf dem Lindener Marktplatz. Dort betreibt Manns auch das Lokal „Centrum“, außerdem das „Canu“ am Westufer des Maschsees. Eine besondere Herausforderung bei der Ausrichtung solcher Public Viewings seien die immer weiter steigenden Kosten. „Die Erfahrung ist, dass sich diese alle zwei Jahre verdoppeln“, berichtet Manns. Zur Höhe wollte er aber keine Angaben machen. Finanzieren lasse sich eine Veranstaltung allerdings nur, indem man sie größer mache, sagt er. Auch deshalb habe er sich mit der Stadt darauf geeinigt, von Anfang an 15.000 Fans auf dem Waterlooplatz zuzulassen. Vor zwei Jahren hatte die Verwaltung zunächst nur 5000 Besucher auf der Fläche genehmigt, die Zahl dann später auf 8000 und 10.000 Fans erweitert.
Laut Manns soll die Vergrößerung der Fläche auch für Entspannung sorgen. „Unser größtes Sicherheitsproblem vor zwei Jahren war, dass wir viele Fans nicht auf das Gelände lassen konnten“, berichtet er. Auch die Stadt steht mittlerweile auf dem Standpunkt, dass es ein Vorteil ist, von Anfang an 15.000 Fans auf dem Waterlooplatz zu erlauben. Laut Ralf Sonnenberg, Leiter des städtischen Sport- und Eventmanagements, erleichtert das die Planungen für Polizei, Feuerwehr und weitere Einsatzkräfte.
Das Public Viewing auf dem Waterlooplatz auszurichten, hat aus Sicht der Verantwortlichen eine ganze Reihe von Vorteilen. „Er ist gut erreichbar und bietet viel Platz. Die Veranstaltungen hier waren bereits in der Vergangenheit ein großer Erfolg“, sagt Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne). „Die U-Bahn befindet sich direkt unter dem Platz. Besser geht es eigentlich gar nicht“, meint auch Veranstalter Manns. Mit dem Auto komme niemand zum Public Viewing. Auch die Zahl der Fahrräder sei vor zwei Jahren geringer ausgefallen als geplant. Die Leute reisten vor allem mit dem ÖPNV an oder kämen zu Fuß, so die Erfahrung. Als Herausforderung während der WM gelten die zum Teil sehr späten Anstoßzeiten. Wegen der Zeitverschiebung werden einige Spiele erst gegen 3 Uhr, 4 Uhr oder gar 6 Uhr deutscher Zeit gezeigt. Auch deshalb kommt eine Übertragung von Spielen der türkischen Nationalmannschaft aktuell nicht infrage. Die deutschen Fans hingegen haben mehr Glück: Das zweite Gruppenspiel am 20. Juni gegen die Elfenbeinküste wird um 22 Uhr angepfiffen, ebenso das dritte am 25. Juni gegen Ecuador.
Der Einlass für das Public Viewing auf dem Waterlooplatz ist jeweils drei Stunden vor Beginn der Spiele geplant. Vorgesehen sind unter anderem ein Gewinnspiel, bei dem Fans einen VIP-Platz auf einem Sofa direkt vor der Leinwand gewinnen können, außerdem Rudelsingen und Talkrunden rund um das Thema Fußball.
Medienpartner der Veranstaltung wird die Madsack Mediengruppe sein, zu der auch HAZ und NP gehören.