Bericht zum Waldzustand

Hannover. Der Der Zustand des Stadtwaldes in Hannover bleibt angespannt. Das geht aus dem jetzt vorgelegten Waldzustandsbericht 2025 der Landeshauptstadt Hannover hervor. Das Jahr 2025 war erneut deutlich zu warm und – anders als die beiden Vorjahre – zu trocken. Zwar wirkten die niederschlagsreichen Winter 2023 und 2024 noch nach, die anhaltende Frühjahrstrockenheit von Februar bis Juni belastete die Bäume jedoch spürbar. Die mittlere Kronenverlichtung aller Baumarten stieg leicht um 0,7 Prozentpunkte auf 37,7 Prozent. Der Anteil stark geschädigter Bäume liegt nun bei 7,9 Prozent. Besonders betroffen sind einzelne Laubbaumarten wie die Hainbuche.

Erfreulicher fällt die Entwicklung bei der Buche aus. Trotz weiterhin hoher Schäden in älteren Beständen verbesserte sich ihr Zustand: Die untersuchten Buchen trugen im Durchschnitt rund sechs Prozent mehr Laub als im Vorjahr. Der Anteil stark geschädigter Bäume sank von 16,9 auf 10,2 Prozent.

Ein wesentlicher Belastungsfaktor ist das hohe Alter des Stadtwaldes. Rund 96 Prozent der untersuchten Bäume sind älter als 60 Jahre und damit weniger anpassungsfähig gegenüber Hitze und Trockenheit. Seit 2021 erhebt die Stadt systematisch Daten, um gezielte Maßnahmen zur Klimaanpassung umzusetzen. Geplant sind unter anderem die Förderung klimaangepasster Baumarten, die Unterstützung der Naturverjüngung sowie die Entsiegelung von Wegen, insbesondere in der Eilenriede.

Kompletter Bericht auf:

hannover.de/stadtwälder

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