Die Initiative kommt aus der SPD. „Auf diese Weise können wir viele Menschen ermuntern, Sport zu treiben“, sagt SPD-Sportpolitiker Andreas Pieper. Grundsätzlich können sich Grüne und CDU mit der Idee anfreunden. Die Grünen betonen aber, dass in der dunklen Jahreszeit bei Sportkursen im Park auf die Sicherheit von Frauen geachtet werden müsse. Zudem müsse der Vereinssport Vorrang haben, sollten „Sport im Park“-Kurse im Winter in Turnhallen stattfinden.
Tatsächlich stellt sich die Frage, ob ein von der Stadt bezahltes, ganzjähriges Sportprogramm den Vereinen allzu viel Konkurrenz machen könnte. Die SPD winkt ab, will aber auch nicht, dass städtische Turnhallen für „Sport im Park“ in Anspruch genommen werden. Das bedeutet: „Sport im Park“ bleibt ein Outdoor-Programm. „Das Angebot richtet sich an Menschen, die nicht Mitglieder in Vereinen sind, weil sie die Kosten scheuen oder sich nicht binden wollen“, sagt der Sportpolitiker Pieper. Und Vereinsmitglieder, die zusätzlich an „Sport im Park“ teilnehmen, träten nicht gleich aus ihrem Verein aus.
Klar ist auch, dass im tiefsten Winter kaum meditative Yoga-Stunden im Georgengarten stattfinden können. Die Idee aus der Politik ist eher, bereits im frühen Frühjahr Outdoor-Kurse anzubieten und das Programm bis in den späten Herbst laufen zu lassen. „Wir wollen der Stadt freie Hand lassen, wie sie unseren Wunsch nach einem Ganzjahresangebot umsetzt“, sagt Pieper. Denkbar seien auch Laufgruppen im Winter. Am Ende gehe es auch darum, Treffpunkte und soziale Nähe zu schaffen.
Aus der Sportverwaltung ist zu hören, dass man ohnehin daran arbeite, „Sport im Park“ auszuweiten, weil das Programm so erfolgreich sei. „Wir müssen klug und mit Augenmaß vorgehen“, heißt es weiter. Fraglich sei, ob Vereinstrainer im Winterhalbjahr ein zusätzliches Angebot neben dem Vereinstraining stemmen können.
Die kostenlosen Angebote in Hannovers Grünanlagen sollen das ganze Jahr über stattfinden.